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Pressemitteilung

Güster: Wir wehren uns gegen eine "Verschleckerung" bei AB InBev

(Hamburg) - "Unter der vom Gesetzgeber geforderten rechtzeitigen und umfassenden Unterrichtung von Arbeitnehmervertretern verstehe ich etwas anderes, als Betriebsratsmitglieder aus dem Urlaub zu einer Telefonkonferenz zusammenzurufen und ihnen vorzulesen, an welchen Standorten überall Leute entlassen werden", erklärte der stellvertretende NGG-Vorsitzende Claus-Harald Güster am Dienstag auf einem gemeinsamen Treffen mit AB InBev-Betriebsräten in Hamburg. Die Art, wie der weltgrößte Bierkonzern Informationspolitik betreibe, sei dilettantisch.

Der Braukonzern, zu dem Marken wie Beck's, Gilde, Diebels, Hasseröder und Franziskaner gehören, hatte am 7. Januar angekündigt, im Jahr 2010 insgesamt 386 Stellen abbauen zu wollen.

Güster: "Da die Konzerntöchter wie etwa Hasseröder hoch profitabel arbeiten, sind diese Vorschläge für uns in keiner Weise nachvollziehbar. Wir verlangen daher vom Vorstand ein schlüssiges Gesamtkonzept für 2010: Ist etwa auch bei AB InBev eine "Verschleckerung" geplant, sprich soll wie bei Schlecker nach und nach die gesamte Stammbelegschaft entlassen oder outgesourct werden, um sie über Zeitarbeitsfirmen oder eben über Dienstleister wie Faceo zu niedrigeren Löhnen weiterzubeschäftigen?" Seine Gewerkschaft verlange eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung und ein Moratorium, während dessen die geplanten Maßnahmen ausgesetzt und alle offenen Fragen - auch die nach einem möglichen Interessenausgleich - geklärt werden müssten.

Und an die Adresse von Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen richtete der NGG-Vize den Appell, nicht nur die Vorgänge bei Schlecker, sondern auch die bei den von NGG betreuten Unternehmen "sehr genau zu prüfen".

Quelle und Kontaktadresse:
Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), Hauptverwaltung
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(dvf, tr)