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Pressemitteilung

Fünf Umweltschutz-Projekte nominiert / Reisebranche verleiht EcoTrophea für vorbildliches Engagement

(Berlin) - Nachhaltigkeit und Umweltschutz bilden seit Jahren einen Schwerpunkt in der Tourismusbranche. Daher schreibt der Deutsche ReiseVerband (DRV) bereits seit 24 Jahren die Internationale Umweltauszeichnung, kurz EcoTrophea, aus. Jetzt hat die fünfköpfige DRV-Umweltjury aus insgesamt 25 Bewerbungen um die EcoTrophea 2010 fünf innovative und wirkungsvolle Projekte für die Auszeichnung nominiert. Mit diesem Preis werden besonders vorbildliche und umweltverträgliche Tourismusprojekte aus aller Welt prämiert. Der DRV wird am 26. November 2010, auf seiner Jahrestagung in Agadir, den Gewinner der Umweltauszeichnung aus diesen Bewerbungen auszeichnen.
"Umweltschutz und Nachhaltigkeit gewinnen weiter an Gewicht, gerade im Tourismus. Denn erholsamer Urlaub ist in hohem Maße von einer intakten Umwelt abhängig. Und die Verbraucher achten vermehrt auf nachhaltige Produkte und Dienstleistungen", betont Dr. Peter Zimmer, Vorsitzender des DRV-Ausschusses Umwelt und der DRV-Umweltjury. "Mit der Präsentation innovativer Projektbeispiele wollen wir auf die vielfältigen Möglichkeiten aufmerksam machen, wie sowohl Unternehmen als auch Einzelpersonen oder Gruppen einen Beitrag für Umweltschutz und Nachhaltigkeit leisten können.
Diese fünf Bewerberprojekte wurden nominiert:

- Mit ihren Umwelt-Plus-Angeboten ermöglicht die Deutsche Bahn (www.bahn.de/p/view/service/umwelt/co2-freies_reisen.shtml) seit 2009 CO2-freies Bahnreisen in Deutschland. Das Prinzip ist denkbar einfach: Auf der Grundlage des ermittelten Energiebedarfs von Geschäfts- und Privatkundenreisen kauft die Bahn Strom ein, der zu 100 Prozent aus regenerativen Energiequellen in Deutschland stammt und speist diesen physisch ins Bahnstromnetz ein. Mit der Wahl für ein CO2-freies Bahnreiseangebot leisten Reisende so einen aktiven Beitrag zu Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Doch damit nicht genug. Durch den umfangreichen Strombezug schafft die Bahn Anreize für die Energiewirtschaft, in neue Anlagen zur Stromerzeugung auf der Basis von erneuerbaren Energien zu investieren.

- Das Ehepaar Andrea und Wilfried Steffen engagiert sich seit 1999 ehrenamtlich für den Schutz von Walen und Delfinen auf der Karibikinsel Dominika (www.wale-delfine.de). Ziel des Projekts ist der Schutz der Meeressäuger und der Erhalt der Artenvielfalt im Meer. Durch Walbeobachtungstouren sollen Touristen ebenso wie die einheimische Bevölkerung mit den Pottwalen und deren Lebensraum vertraut gemacht werden. Die Whale-Watching-Touren sind für Dominika mittlerweile ein wichtiger Einkommenszweig geworden. Das hat zur wirtschaftlichen Unabhängigkeit der Insel beigetragen und verhindert, dass die Regierung sich an der Wiederaufnahme des kommerziellen Walfangs beteiligt.

- Beim Reiseveranstalter i-to-i (germany.i-to-i.com), der zum TUI-Konzern gehört, können Interessierte ihre Auslandsreisen mit einem freiwilligen sozialen oder ökologischen Engagement verbinden. Ob sie im Artenschutz beispielsweise bei den Orang-Utan auf Borneo oder im Naturschutz auf den Galapagos-Inseln tätig werden, bei der Aufbauhilfe in Nepal oder in der Gemeindearbeit in Kenia Unterstützung leisten oder sich um Aids-Waisen in Mombasa kümmern - sie lernen zugleich Land, Leute und Kultur in all seinen Facetten kennen. Der Volunteer-Reisen-Veranstalter i-to-i ermöglicht, Freiwilligenarbeit und Reisen sinnvoll miteinander in Einklang zu bringen.

- Die Naturfreunde Internationale (NFI) setzen sich für eine nachhaltige regionale Entwicklung und eine aktive Vermittlung des Natur- und Kulturerbes ein. Die Organisation lobt alle zwei Jahre eine ökologisch gefährdete und ländlich entlegene europäische Grenzregion aus und verleiht ihr den Titel "Landscape of the Year" (www.landscapeoftheyear.net/danubedelta). Durch das Ausarbeiten und Fördern gezielte Maßnahmen sowie das Umsetzen regionaler Regelungen und langfristiger Projekte konnten so im Donaudelta wichtige Voraussetzungen für den Tourismus geschaffen werden. So wurden unter anderem Naturführer ausgebildet, mehrsprachiges Informations- und Pressematerial über das Donaudelta erstellt, ein Besucher- und Naturzentrum eröffnet sowie Zertifizierungskurse für Unterkünfte durchgeführt.

- Gemeinsam mit kleinen und mittelständischen Pilotunternehmen hat TourCert (www.tourcert.org), die Gesellschaft für Zertifizierung im Tourismus, ein Management- und Berichtssystem für den Bereich Corporate Social Responsibility (CSR - die soziale Verantwortung von Unternehmen im Tourismus) entwickelt. Ziel ist eine breitenwirksame Förderung der ökologischen und sozialen Unternehmensverantwortung im Tourismus. Das CSR-System "TourCert" soll Reiseveranstalter motivieren und befähigen, ihr Kerngeschäft dauerhaft ökologisch und sozial zu verbessern. Zentrale Bereiche der Zertifizierung sind die CO2-Reduktion von Geschäftsprozessen, bei Transport und Leistungsträgern sowie die umwelt- und sozialorientierte Produktentwicklung.

Insgesamt 25 Projekte oder Unternehmen aus aller Welt haben sich um die EcoTrophea 2010 beworben. Die fünf nominierten sowie das diesjährige Sieger-Projekt werden von der DRV-Umweltjury ausgewählt. Dieser gehören neben dem Vorsitzenden Dr. Peter Zimmer (Futour) die folgenden Branchenvertreter an: Professor Dr. Edgar Kreilkamp (Universität Lüneburg) und Walter Krombach (Willy Scharnow-Stiftung) sowie die beiden Vertreter des DRV-Ausschusses Umwelt Andreas Müseler (Rewe Touristik) und Rüdiger Kölsch (Thomas Cook).
Alle Bewerberprojekte um die EcoTrophea 2010 sind auf der DRV-Homepage unter www.drv.de in der Rubrik Fachthemen, Umwelt, EcoTrophea-Preisträger, Bewerbungen 2010 hinterlegt.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher ReiseVerband e.V. (DRV)
Sibylle Zeuch, Pressesprecherin
Schicklerstr. 5-7, 10179 Berlin
Telefon: (030) 28406-0, Telefax: (030) 28406-30
E-Mail: zeuch@drv.de
Internet: www.drv.de
(dvf, mk)