Pressemitteilung |

20. November: Internationaler Tag des Kindes / Bundesregierung soll stärker auf Kinderrechte achten

(Duisburg/Osnabrück) - Aus Anlass der Tagung "Kinderrechte in Deutschland und Europa", die am 19. und 20. November in Osnabrück stattfindet, fordert die Kindernothilfe die Bundesregierung auf, sich entschiedener als bisher für die Verwirklichung der Kinderrechte einzusetzen, in Deutschland und in den Ländern des Südens.

"Die Belange von Kindern und Jugendlichen müssen in der Armutsbekämpfung vorrangig berücksichtigt werden", so Dr. Jürgen Thiesbonenkamp, Vorstandsvorsitzender der Kindernothilfe. Die Bundesregierung sollte ihre Entwicklungszusammenarbeit an der Umsetzung der Kinderrechte orientieren.

Am 20. November jährt sich der Tag der Ratifizierung der UN-Kinderrechtskonvention zum 14. Mal. Diese Konvention, die von fast allen Staaten der Welt ratifiziert wurde, ist das umfassendste Menschenrechtsübereinkommen. Es enthält zivile, politische, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte. Kinder haben das Recht auf Bildung und Entfaltung, auf Mitbestimmung und auf Schutz vor Gewalt.

Recht und Realität klaffen jedoch weit auseinander. Von den 1,2 Milliarden Menschen, die mit weniger als einem US-Dollar pro Tag überleben müssen, sind etwa die Hälfte Kinder unter 18 Jahren. Ihnen werden die in der UN-Kinderrechtskonvention verbrieften Rechte verwehrt. Daher beschlossen Staats- und Regierungschefs vor anderthalb Jahren einen ehrgeizigen Aktionsplan: Auf dem Weltkindergipfel in New York verpflichteten sich die Staaten, nationale Aktionspläne mit konkreten und messbaren Zielen auszuarbeiten. Die Kindernothilfe nimmt an der Arbeit in Deutschland teil. Die Fachtagung in Osnabrück beschäftigt sich mit dem Stand der Aktionspläne in Deutschland und anderen europäischen Ländern.

Die Kindernothilfe fördert mehr als 120.000 Kinder und Jugendliche, die in extremer Armut leben und/oder besonders gefährdet sind. Sie setzt sich auch dafür ein, dass Kinder bei den Vereinten Nationen gehört werden, wenn Staaten Kinderrechtsverletzungen nicht ahnden und fordert die Einführung eines Individualbeschwerdeverfahrens im Rahmen der UN-Kinderrechtskonvention. Die Kindernothilfe hat das Spendensiegel des Deutschen Instituts für soziale Fragen (DZI), mit dem Organisationen ausgezeichnet werden, die Spendengelder sorgfältig verwalten.

Quelle und Kontaktadresse:
Kindernothilfe e.V. Düsseldorfer Landstraße 180 47249 Duisburg Telefon: 0203 / 77890 Telefax: 0203 / 7789118

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