Aufruf von Ministerin Aigner zur Ernährungsbildung an Schulen - gutes Timing zum Welttag der Hauswirtschaft / LandFrauen hoffen auf verpflichtendes Schulfach
(Berlin) - Bundesministerin Ilse Aigner hat die Bundesländer dazu aufgerufen, Ernährungsunterricht fest in den Lehrplänen an Schulen zu verankern. Dies käme anlässlich des Welttages der Hauswirtschaft am 21. März genau zur richtigen Zeit, so die Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbandes (dlv) Brigitte Scherb. "Wir hoffen, den Vorstoß der Ministerin als ein Bekenntnis zu einem Schulfach und nicht im Sinne einer fächerübergreifenden Querschnittsaufgabe verstehen zu dürfen", führt Brigitte Scherb weiter aus.
Der Deutsche LandFrauenverband setzt sich seit Jahren für die Einführung eines Pflichtfaches zur Vermittlung von Alltagskompetenzen ein. Dabei gehe es nicht allein ums Waschen, Kochen und Putzen. Eine solche Verengung sei nicht zeitgemäß, erläutert die LandFrauen-Präsidentin. Vielmehr müssten junge Menschen darauf vorbereitet werden, sich in einer immer komplexer werdenden Lebenswelt sowie angesichts der tiefgreifenden gesellschaftlichen und gesamtwirtschaftlichen Veränderungsprozesse zu Recht zu finden. Um junge Menschen auf eine selbstbestimmte und verantwortungsvolle Lebensführung vorzubereiten, müssten Ernährungsbildung, nachhaltiges und reflektiertes Konsumverhalten, finanzielle Allgemeinbildung, Medienbildung, ein Grundverständnis von gesamtgesellschaftlichem Wirtschaften sowie auch hauswirtschaftliche Fertigkeiten im engeren Sinne Bestandteil des Unterrichtes sein. Das breite Spektrum und die Vermittlungstiefe seien nicht zu unterschätzen, weshalb ein Unterrichtsfach von der ersten bis zur zehnten Schulstufe an allen Schulformen angeraten sei. Wichtig sei gleichzeitig, die Schülerinnen und Schüler in ihrer Lebenswelt abzuholen, also den Unterricht altersgerecht und praxisbezogen zu gestalten.
"Die Reform in Schleswig-Holstein zu einem verpflichtenden Schulfach für die Sekundarstufe I geht in die richtige Richtung. Dort, wie auch aktuell in Niedersachsen und in anderen Bundesländern sind die LandFrauen bei den Reformprozessen einbezogen. "Diese Aufgabe werden wir auch weiterhin mit großem Engagement weiterverfolgen", kündigt die dlv-Präsidentin an.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher LandFrauenverband e.V. (dlv), Haus der Land- und Ernährungswirtschaft
Ursula Zimmermann, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Claire-Waldoff-Str. 7, 10117 Berlin
Telefon: (030) 284492910, Telefax: (030) 284492919
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