Pressemitteilung |

Auswirkungen einer etwaigen Mehrwertsteuererhöhung auf den Verbraucherpreisindex

(Wiesbaden) - Auf Grund der öffentlichen Diskussion über eine Mehrwertsteuererhöhung hat das Statistische Bundesamt eine Vielzahl von Anfragen erhalten. Dazu teilt das Statistische Bundesamt mit: Eine Erhöhung der Mehrwertsteuer um 2 Prozent-Punkte auf 18 Prozent würde die Teuerungsrate – gemessen am Verbraucherpreisindex für Deutschland – um etwa 0,9 Prozent-Punkte erhöhen. Aktuell liegt die Teuerungsrate bei 1,9 Prozent (Schätzung für Juni 2005 auf Grund der Ergebnisse aus sechs Bundesländern).

Bei dieser Berechnung wird unterstellt, dass es beim ermäßigten Steuersatz von 7 Prozent für bestimmte Güter bleibt und auch im Übrigen die einschlägigen Regelungen (insbesondere Mehrwertsteuerbefreiungen) nicht verändert werden. Weiter wird angenommen, dass eine solche Mehrwertsteuererhöhung vollständig auf die Verbraucher überwälzt würde.

Eine mit einer solchen Mehrwertsteuererhöhung beabsichtigte Finanzierung einer Ermäßigung der Lohnnebenkosten, zum Beispiel der Beiträge zur Arbeitslosenversicherung, würde sich nicht im Verbraucherpreisindex auswirken, da es sich dabei um Sozialbeiträge und nicht um Verbrauchsausgaben der privaten Haushalte handelt.

Quelle und Kontaktadresse:
Statistisches Bundesamt Pressestelle Gustav-Stresemann-Ring 11, 65189 Wiesbaden Telefon: 0611/75 - 34 44, Telefax: 0611/75 - 39 76

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