Pressemitteilung |

Automobiltag Ostdeutschland in Dresden

(Dresden/Berlin) - Auf Einladung des Bundesministers Wolfgang Clement und des VDA-Präsidenten Prof. Bernd Gottschalk werden neben den Bundesministern Dr. Manfred Stolpe und Edelgard Bulmahn rund 400 Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Verbänden, Banken, Kammern und Wissenschaft in Dresden an der Branchenkonferenz "Automobilstandort Ostdeutschland" teilnehmen.

Clement: "Die deutsche Automobilindustrie ist der Wachstumsmotor in den Neuen Bundesländern. Innerhalb weniger Jahre haben sich hier mehr als 1.000 Betriebe von Automobilherstellern und Zulieferern mit fast 140.000 Beschäftigten angesiedelt. Auf dem "Automobiltag Ostdeutschland" möchten wir den Beitrag der Automobilindustrie zur wirtschaftlichen Entwicklung der neuen Bundesländer herausstellen. Vor allem aber wollen wir erörtern, wie der Standort Ostdeutschland weiter gestärkt werden kann und welche Weichen die Politik für mehr Wachstum und Beschäftigung in der ostdeutschen Automobilwirtschaft stellen muss."

Zusätzliche Impulse erhoffe er sich von einer verstärkten länderübergreifenden Kooperation im Clusterprozess der neuen Länder, d.h. der regionalen Kooperation von Produzenten, Zulieferern, Dienstleistern, Forschungs- und Ausbildungseinrichtungen.

Gottschalk: "Die deutsche Automobilindustrie ist einer der großen "industriellen Leuchttürme" in Ostdeutschland. Die Fahrzeughersteller sind in den neuen Bundesländern mit ihren modernen Fertigungsstätten hervorragend aufgestellt, und das gilt genauso für die innovative und wachstumsstarke Zulieferindustrie, die seit 1998 die Zahl ihrer Betriebe verdoppelt hat und heute in Ostdeutschland mehr als 112.000 Mitarbeiter beschäftigt."

Den Schwerpunkt der Automobilindustrie in den Neuen Bundesländern bildet Sachsen mit 60.000 Beschäftigten, gefolgt von Thüringen mit 35.000.

Seit der Wiedervereinigung hat die deutsche Automobilindustrie 10 Milliarden Euro in Ostdeutschland investiert. In diesem Jahr kommt eine weitere Milliarde hinzu. In den letzten fünf Jahren ist der Umsatz um 55 Prozent auf 12 Milliarden Euro gewachsen. Rund 45 Prozent davon werden im Ausland erzielt. Die Automobilindustrie erweist sich damit als die exportstärkste Branche in den neuen Bundesländern. Dies ist ein eindeutiger Beleg für die Wettbewerbsfähigkeit der ostdeutschen Automobilindustrie auch auf den Weltmärkten."

Stolpe: "Heute gehören die Fertigungsstätten in den neuen Bundesländern zu den modernsten und produktivsten der Automobilindustrie weltweit. Die Standorte Zwickau und Chemnitz, Dresden, Leipzig, Eisenach und Ludwigsfelde stehen für Effektivität und internationale Wettbewerbsfähigkeit und bilden zugleich den Kristallisationspunkt für ein gut entwickeltes Netz von Zulieferunternehmen. Diese Branche ist das beste Beispiel für den Erfolg von Netzwerken und verdient die besondere Förderung durch die Politik. Daher wird die Bundesregierung der Netzwerk- und Clusterförderung weiterhin eine hohe Aufmerksamkeit schenken."

Bulmahn: "Mit über 3300 Patentanmeldungen und damit 35 Prozent der weltweiten Patenanmeldungen liegt die deutsche Automobilindustrie weit vor Japan und den USA. Das gilt es auszubauen, indem wir weiter mit Unternehmen, ihren Zulieferern und ihren Partnern aus der Wissenschaft langfristig daran arbeiten, die neusten Hightech-Entwicklungen zum Beispiel in der Nanotechnologie, Bionik oder der Mikroelektronik für die eigenen Produkte nutzbar zu machen. Gerade in Ostdeutschland müssen wir die bestehenden Automobilcluster noch stärker über den weiteren Ausbau von Innovationsnetzwerken verzahnen. Dabei wird es entscheidend darauf ankommen, die nachgelagerten Zulieferstrukturen in den neuen Ländern gezielt zu fördern und zu stärken."

Der "Automobiltag Ostdeutschland" ist Teil einer Reihe von "Branchenkonferenzen Ost", mit denen auf Anregung von Minister Clement alle an einen Tisch gebracht werden sollen, die für Wachstum und Beschäftigung im Osten Mitverantwortung tragen.

Nähere Hinweise zum "Automobiltag Ostdeutschland" finden Sie unter www.bmwa.bund.de und www.vda.de

Quelle und Kontaktadresse:
Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit Pressestelle des BMWA Telefon: 01888-615-6121 oder -6131

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