Pressemitteilung | Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB) - Bundesvorstand
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Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit kommt kaum voran

(Berlin) - Zu den aktuellen Arbeitsmarktzahlen erklärte Annelie Buntenbach, DGB-Vorstandsmitglied, am Donnerstag in Berlin:

"Der Rückgang der Arbeitslosigkeit hat erhebliche Schattenseiten. So nimmt der Zugang in Arbeitslosigkeit aus dem ersten Arbeitsmarkt wieder zu und liegt im Versicherungssystem sieben Prozent höher als im Vorjahr. Die Zahlen zeigen, dass insbesondere Beschäftigte aus der Leiharbeitsbranche ein extrem hohes Risiko haben, arbeitslos zu werden. Leiharbeiter sind die Ersten, die entlassen werden, während die Gewinne der Unternehmen sprudeln, wie lange nicht mehr.

Gleichzeitig zeigt sich, dass die Bundesregierung bei der Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit nur in Trippelschritten vorankommt. Die Zahl der geförderten Arbeitslosen ist insgesamt um rund 20 Prozent niedriger als im Vorjahr. Noch weniger gefördert wurden die Langzeitarbeitslosen im Hartz-IV-System. Die Förderchancen haben sich deutlich verschlechtert, denn die Mittelkürzung geht weit über den Rückgang der Arbeitslosigkeit hinaus.

Gerade angesichts verfestigter Langzeitarbeitslosigkeit und sich abzeichnendem Fachkräftebedarf ist es unverantwortlich, dass die Bundesregierung die Fördermöglichkeiten im Hartz-IV-System reduziert und auch der Arbeitslosenversicherung nochmals Milliardenbeträge entziehen will. Die Koalition darf nicht allein auf Zuwanderung setzen, sondern muss die Förderung der Arbeitslosen verbessern. Die Förderung der beruflichen Weiterbildung ist aber um gut 25 Prozent zurückgegangen. Durch diese kurzsichtige Politik werden Chancen verspielt, Arbeitslose langfristig in den Arbeitsmarkt zu integrieren."

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB), Bundesvorstand Sigrid Wolff, Leiterin, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Henriette-Herz-Platz 2, 10178 Berlin Telefon: (030) 24060-0, Telefax: (030) 24060-324

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