Pressemitteilung |

Benzinpreise auf Rekordniveau / CDU will höhere Entfernungspauschale / Abhängigkeit vom Erdöl mindern, statt neue Anreize für mehr Spritverbrauch schaffen

(Berlin) - Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) kritisiert die Forderung des verkehrspolitischen Sprechers der CDU, Dirk Fischer, die Entfernungspauschale angesichts der hohen Benzinpreise anzuheben, als völlig falschen Vorschlag für ungebremsten Spritverbrauch. Die Konsequenz aus hohen Erdölpreisen, die in erster Linie durch den drohenden Irak-Krieg bedingt seien, dürfe nicht die verstärkte staatliche Subventionierung zu langer Arbeitswege sein. Die Rekordpreise müssten im Gegenteil größere Anstrengungen zur Verringerung des Kraftstoffverbrauchs zur Folge haben.

René Waßmer, VCD-Bundesgeschäftsführer: "Die Erhöhung der Entfernungspauschale wäre das völlig falsche Signal. Damit würde der Staat versuchen, weltpolitische Ereignisse auszugleichen und sich von der Preispolitik der Ölkonzerne abhängig machen. Aufgabe der Politik muss es statt dessen sein, die Abhängigkeit vom Erdöl massiv zu verringern. Denn nur so werden Kriege ums Öl unwahrscheinlicher und gleichzeitig das Risiko heftiger Preissprünge, die für Wirtschaft und Bürger gravierende Folgen haben, gesenkt."

Neben der aktiven Förderung regenerativer Energien bedeute eine solche Politik im Verkehrsbereich vor allem die Senkung des Kraftstoffverbrauches. Der VCD fordert daher die Einführung eines Verbrauchsgrenzwertes für Neuwagen von 5,2 Litern Benzin bzw. 4,6 Litern Diesel ab 2005. Das entspricht einer Reduzierung des CO2-Ausstoßes auf 120 Gramm pro Kilometer. Diese Maßnahme zur spürbaren Senkung des emittierten Treibhausgases CO2 sei angesichts des weltweiten Treibhauseffektes dringend notwendig und stelle eine sinnvolle Ergänzung zum Konzept der ökologischen Steuerreform dar.

Gerd Lottsiepen, verkehrspolitischer Sprecher des VCD: "Die Ökosteuer hat bereits einen deutlichen Effekt gezeigt und zum leichten Rückgang des Spritverbrauchs beigetragen. Wenn der CDU-Verkehrspolitiker Fischer jetzt versucht, dieses sinnvolle Instrument erneut zu diskreditieren, indem er die hohen Benzinpreise auf die Ökosteuer zurückführt, beweist er damit lediglich, dass er rein ideologisch argumentiert. Denn allein die Preiserhöhung an den Tankstellen in der letzten Woche belastet den Geldbeutel der Verbraucher so stark wie die gesamte Ökosteuer-Stufe des Jahres 2003."

Quelle und Kontaktadresse:
Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) Eifelstr. 2 53119 Bonn Telefon: 0228/985850 Telefax: 0228/9858510

()

NEWS TEILEN: