Pressemitteilung | BTE - Handelsverband Textil Schuhe Lederwaren
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BTE-Präsidium: Auslieferungsquote im Auge behalten / Zurückhaltende Reduzierungen erhöhen den Ertrag

(Köln) - Ende Mai 2011 kam das BTE-Präsidium unter der Leitung von Steffen Jost zu seiner turnusmäßigen Sitzung zusammen. Dabei wurde konstatiert, dass das Geschäft im Modehandel bislang meist gut gelaufen ist. Obwohl einige - meist kleinere - Modegeschäfte Umsatzeinbußen verzeichneten, liegt die Mehrzahl der Unternehmen mindestens mit ordentlichen einstelligen Prozentsätzen im Plus.

Auch die erzielte Spanne hat sich positiv entwickelt. Neben den guten Umsätzen und zum Teil erfolgreichen Kostensenkungsmaßnahmen war dafür auch eine weitgehende Zurückhaltung an der Preisfront verantwortlich. Bis Ende Mai gab es zwar schon begrenzte Rabattaktionen (z.B. für Stammkunden), breite Reduzierungen waren aber noch die Ausnahme. Das wurde von BTE-Präsidium ausdrücklich begrüßt.

Gelobt wurde die meist ordentliche Auslieferungsquote der Ware für Frühjahr/Sommer. Obwohl im Vorfeld u.a. wegen Missernten bei der Baumwolle und verstärkter asiatischer Binnennachfrage größere Ausfälle befürchtet wurden, gab es in der Regel nur vereinzelte Probleme bei der Auslieferung. Zurückgeführt wurde dies auch auf verstärkte Sensibilisierungs-Gespräche des Handels mit seinen Lieferanten zum Jahresanfang. Da sich die Beschaffungssituation aktuell nicht durchgreifend geändert hat, empfiehlt das BTE-Präsidium, das Thema auch weiterhin im Auge zu behalten und in der nächsten Orderrunde anzusprechen.

Im Zusammenhang mit der aktuellen Diskussion über sandgestrahlte Jeans vertrat das BTE-Präsidium die Meinung, dass gesundheitsgefährdende Produktionsverfahren generell nicht mehr zum Einsatz kommen sollten. Es appelliert deshalb an die Vorstufen, im Herstellungsprozess von Mode und Textilien menschenwürdige und ungefährliche Arbeitsbedingungen zu schaffen bzw. zu sichern.

Besorgt zeigte sich das BTE-Präsidium über die zunehmenden Schwierigkeiten, gute Mitarbeiter zu finden. Bei Berufseinsteigern wächst die Konkurrenz durch andere Branchen. Gerade in Gegenden mit geringer Arbeitslosigkeit kommt es im Fachhandel zudem verstärkt zu Abwerbungen. Der Modehandel ist deshalb zunehmend gefordert, attraktive Arbeitsplätze zu bieten und in die Qualifizierung seiner Mitarbeiter zu investieren.

Kritisiert wurde erneut der immer größere bürokratische Wildwuchs bei der Retourenabwicklung. Da jeder Lieferant ein unterschiedliches Prozedere verlangt, muss im Handel viel unnötiger Aufwand betrieben werden. Da Appelle zur Vereinheitlichung bislang keine Ergebnisse gebracht haben, soll ein entsprechender Arbeitskreis gebildet werden. Dieser soll ein Abwicklungsverfahren erarbeiten, das dann der Branche zur Anwendung empfohlen wird.

Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband des Deutschen Textileinzelhandels e.V. (BTE) Pressestelle An Lyskirchen 14, 50676 Köln Telefon: (0221) 921509-0, Telefax: (0221) 921509-10

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