Pressemitteilung | DDV - Deutscher Dialogmarketing Verband e.V.
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D-A-CH-Konjunkturbarometer 2011/2012 / Deutsche Dialogmarketer können wieder durchatmen.

(Wiesbaden) - Die Konjunktur der Dialogmarketingbranche im deutschsprachigen Raum hat sich 2011 erholt und weist das gewohnte Niveau von vor der Wirtschafts- bzw. Finanzkrise 2009 auf. Zudem hat die Branche 2011 wieder mehr Mitarbeiter eingestellt als 2010. Diese Entwicklungen zeigt das soeben erschienene "D-A-CH-Konjunkturbarometer 2011/2012" des Deutschen Dialogmarketing Verbands (DDV) und seiner beiden Partnerverbände in der Schweiz (SDV) und Österreich (DMVÖ).

So positiv sich das Jahr 2011 für die Dialogmarketer entwickelt hat, die Prognosen für 2012 fallen dennoch verhalten aus. Dieter Weng, Präsident des Deutschen Dialogmarketing Verbands: "Diese Einschätzung ist sicherlich nicht nur der aktuellen Euro-Krise geschuldet, sondern auch den drohenden Eingriffen durch den Gesetzgeber. Der Entwurf zur EU-Datenschutzverordnung hängt wie ein Damoklesschwert über der gesamten Werbewirtschaft, denn mittlerweile nutzt jedes werbungtreibende Unternehmen On- und / oder Offline-Dialogmarketingmaßnahmen."

An der Befragung haben sich insgesamt 210 Mitglieder der drei Verbände beteiligt. 80 Prozent davon sind Dienstleister im Dialogmarketing, 20 Prozent Auftraggeber von Dialogmarketingmaßnahmen. Das Konjunkturbarometer wird bereits seit mehr als zehn Jahren durchgeführt und ist die einzige Konjunktur-Umfrage, die speziell die Entwicklung innerhalb der deutschsprachigen Dialogmarketingbranche beleuchtet.



Entwicklung im eigenen Unternehmen

55 Prozent der Befragten gaben für ihr Unternehmen im Jahr 2011 eine Umsatzsteigerung gegenüber 2010 (48 Prozent) an. Diese lag bei durchschnittlich 19 Prozent. Bei 28 Prozent (Vorjahr 32 Prozent) der Befragten blieben die Umsätze gleich. Mit 16 Prozent (Vorjahr 19 Prozent) liegt die Anzahl derjenigen, die einen gesunkenen Umsatz angaben, im Vierjahresvergleich sogar am niedrigsten. Diese Zahlen zeigen deutlich, dass die Dialogmarketingunternehmen im deutschsprachigen Raum 2011 eine gute Umsatzentwicklung zu verbuchen hatten. Als Hauptgrund für die Umsatzsteigerung wurden bei den Auftraggebern "Ausbau des Produktportfolios" genannt. Bei den Dienstleistern wurden die Umsätze durch den "Zugewinn neuer Kunden" beschleunigt.

Die Personalentwicklung 2011 spiegelt das positive Bild bei den Umsätzen: 41 Prozent (Vorjahr 33 Prozent) der Befragten geben an, ihre Mitarbeiterzahl sei 2011 gestiegen, 46 Prozent (Vorjahr 43 Prozent) melden Gleichstand gegenüber dem Vorjahr, bei 13 Prozent (Vorjahr 23 Prozent) ist die Anzahl des Personal gesunken.

Optimistisch, aber nicht euphorisch wird die Entwicklung des eigenen Unternehmens für das laufende Geschäftsjahr 2012 eingeschätzt. Knapp 70 Prozent (Vorjahr 74 Prozent) der Befragten gehen davon aus, dass sich die Geschäfte ihres Unternehmens "eher zufriedenstellend" entwickeln. 17 Prozent (Vorjahr 16 Prozent) prognostizieren selbstbewusst ein "Sehr zufriedenstellend". 14 Prozent (Vorjahr 10 Prozent) gehen von einer eher negativen Prognose (weniger zufriedenstellend / gar nicht zufriedenstellend) für ihr Unternehmen aus.

Für die voraussichtliche Entwicklung der Mitarbeiteranzahl im Geschäftsjahr 2012 zeigen sich die Befragten recht optimistisch. Die Prognose bleibt allerdings hinter der im Konjunkturbarometers 2010/2011 abgegebenen zurück: 59 Prozent (Vorjahr 52 Prozent) wollen die Mitarbeiterzahl beibehalten, 32 Prozent (Vorjahr 42 Prozent) möchten diese erhöhen und 8 Prozent Prozent (Vorjahr 5 Prozent) ihr Personal reduzieren.



Entwicklung der gesamten Dialogmarketingbranche:

Die positive Entwicklung 2011 gilt nicht nur für das eigene Unternehmen, sondern auch für die gesamte Branche. So gaben 65 Prozent (Vorjahr 63 Prozent) eine eher zufriedenstellende Entwicklung für die Branche im Jahr 2011 zu Protokoll. 9 Prozent (Vorjahr 5 Prozent) zeigten sich ausgesprochen optimistisch und gingen von einer sehr zufriedenstellenden Entwicklung aus. "Weniger zufriedenstellend" schätzten 22 Prozent (Vorjahr 30 Prozent) die Konjunktur der Branche 2011 ein und 4 Prozent (Vorjahr 2 Prozent) gaben ein "Gar nicht zufriedenstellend" an.

Die Bewertung des laufenden Geschäftsjahres für die gesamte Branche bleibt hinter der Einschätzung zur Entwicklung im eigenen Unternehmen zurück. Zudem fällt sie im Vergleich zum Konjunkturbarometer 2010/2011 recht verhalten aus: Demnach gehen 66 Prozent (Vorjahr: 76 Prozent) davon aus, dass sich die Branche 2012 "eher zufriedenstellend" entwickeln wird. 6 Prozent (Vorjahr ebenso) prognostizieren ein "Sehr zufriedenstellend", dafür 26 Prozent (Vorjahr: 17 Prozent) aber ein "Weniger zufriedenstellend". "Gar nicht zufriedenstellend" gaben 3 Prozent (Vorjahr 0,5 Prozent) an.

Besonders deutlich wird die verhaltene Prognose für das laufende Geschäftsjahr bei der Frage nach der Umsatzentwicklung der Branche. Nur 35 Prozent (Vorjahr: 54 Prozent) der Befragten prognostizieren eine Erhöhung des Umsatzes, und zwar durchschnittlich um 7 Prozent. Allerdings gehen 19 Prozent (Vorjahr 4 Prozent) sogar von einer Verringerung aus. Dass der Umsatz konstant bleibt, glauben immerhin 43 Prozent (Vorjahr 40 Prozent).

Dieter Weng: "Insbesondere die Digitalisierung macht dialogisches Marketing zum wichtigsten Baustein der Kommunikation. Wir müssen alles daran setzen, dass Dialogmarketing in den nächsten Jahren nicht durch unnötige Restriktionen ausgebremst wird und weiter wachsen kann."

Quelle und Kontaktadresse:
DDV Deutscher Dialogmarketing Verband e.V. Pressestelle Hasengartenstr. 14, 65189 Wiesbaden Telefon: (0611) 97793-0, Telefax: (0611) 97793-99

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