Deutsche Süßwarenindustrie begrüßt Engagement der Elfenbeinküste zur Förderung einer nachhaltigen Kakaowirtschaft
(Bonn) - Auf der Weltkakaokonferenz in Abidjan in der westafrikanischen Côte d'Ivoire (19.-23.11.2012) steht die Förderung einer nachhaltigen Kakaowirtschaft im Mittelpunkt. Die Elfenbeinküste (Côte d'Ivoire) ist Hauptanbauland für den Rohstoff Kakao, der in Schokolade und vielen anderen Süßwaren verwendet wird. Die First Lady des Gastgeberlandes Mme. Dominique Ouattara warb für den gemeinsamen Kampf gegen missbräuchliche Kinderarbeit im Kakaosektor und stellte ein umfassendes Maßnahmenpaket der Regierung der Elfenbeinküste vor. Dessen Erfolg setzt allerdings voraus, dass sich alle beteiligten Kräfte dafür einsetzen.
Der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie e.V. (BDSI) begrüßt dieses Engagement ausdrücklich. Die Einführung nachhaltiger Anbaumethoden ist der wichtigste Schlüssel zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Bauern und ihrer Familien und damit zur Bekämpfung missbräuchlicher Kinderarbeit. Damit diese Bemühungen zum Erfolg geführt werden können, ist eine Mitwirkung aller an der Wertschöpfungskette Beteiligten unverzichtbar. "Zum Nulltarif ist nachhaltig erzeugter Kakao weder für Verbraucher, Lebensmittelhandel noch für die Industrie zu haben. Jeder in der Kakaolieferkette wird seinen Beitrag leisten müssen", prognostiziert Dr. Dietmar Kendziur, Vorsitzender des BDSI und weist damit auf die erheblichen Investitionen hin, die zwingend erforderlich sind, um nachhaltigen Kakaoanbau weiter zu verbreiten.
Durch die Gründung des deutschen "Forum Nachhaltiger Kakao" im Sommer 2012 wird dieses Anliegen gemeinsam von der deutschen Bundesregierung, der deutschen Süßwarenindustrie, dem Lebensmitteleinzelhandel und Nicht-Regierungsorganisationen auf eine breite gesellschaftliche Basis gestellt und gemeinsam auch von deutscher Seite vorangetrieben.
Der BDSI bekennt sich seit langem zu seiner Mitverantwortung für einen nachhaltigen Kakaosektor. Gerade deshalb sieht er im Schulterschluss mit allen anderen Forums-Mitgliedern einen wichtigen Schritt in Richtung einer wirtschaftlich, sozial und ökologisch geprägten nachhaltigen Kakaoproduktion.
Hintergrund: Kakao wird in der Regel von Kleinbauern neben anderen Nutzpflanzen auf meist 2 bis 7 Hektar angebaut und ist häufig Haupteinnahmequelle. Der Großteil der Kakaobauern ernährt 5-8-köpfige Familien. Die Mitarbeit der Kinder dieser Kleinbauern ist in vielen Ländern üblich und gesellschaftlich akzeptiert. In der schwierigen wirtschaftlichen Situation trägt dies zum Lebensunterhalt der Familien bei. Es kommt aber immer noch zu missbräuchlichen Formen der Kinderarbeit, vor allem bedingt durch Armut. Missbräuchliche Kinderarbeit ist in allen Ländern verboten, aber gesetzliche Verbote nutzen wenig, wenn sie ordnungspolizeilich nicht geahndet werden können.
Weitere Informationen zur Nachhaltigkeitsinitiative des BDSI im Kakaosektor finden Sie unter:
http://www.bdsi.de/de/positionen_themen/nachhaltigkeit_im_kakaosektor/position_initiative_nachhaltigkeit_im_kakaosektor/.
Weitere Informationen zur Weltkakaokonferenz finden Sie unter: http://worldcocoa.agraevents.com/.
Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie e.V. (BDSI)
Dr. Torben Erbrath, Geschäftsführer, Pressesprecher(in)
Schumannstr. 4-6, 53113 Bonn
Telefon: (0228) 26007-0, Telefax: (0228) 26007-89
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