DJV erwartet klare Aussagen des Bundespräsidenten
(Berlin) - Der Deutsche Journalisten-Verband hat seine Erwartung bekräftigt, dass Bundespräsident Christian Wulff am heutigen Mittwoch die gegen ihn erhobenen Vorwürfe ausräumt, Einflussnahme auf die Berichterstattung von Medien versucht zu haben. Dass sich der Bundespräsident heute äußern wolle, sei ein Schritt in die richtige Richtung, sagte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. Als kritikwürdig bezeichnete es der DJV-Vorsitzende aber, dass sich Wulff nur den Fragen von ARD und ZDF in einem gemeinsamen Interview stellen wolle. "Von der Einflussnahme Wulffs auf die Berichterstattung war nach jetzigem Kenntnisstand ausschließlich die Tagespresse betroffen", sagte Konken. "Der Präsident sollte sich den Fragen aller Journalistinnen und Journalisten der Hauptstadtmedien stellen." Nur so könne er glaubhaft den Dissens zwischen seinen öffentlichen Bekenntnissen zur Pressefreiheit und seinen Interventionen gegen unliebsame Berichterstattung aufklären.
Nach Informationen des DJV wird sich Bundespräsident Christian Wulff am Nachmittag in einem gemeinsamen Interview von ARD und ZDF Fragen zu seinen Anrufen bei kritischen Medien stellen. Das Gespräch soll auf beiden Sendern am Abend ausgestrahlt werden.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Journalisten-Verband e.V. (DJV), Bundesgeschäftsstelle
Hendrik Zörner, Pressesprecher, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Pressehaus 2107, Schiffbauerdamm 40, 10117 Berlin
Telefon: (030) 7262792-0, Telefax: (030) 7262792-13
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