Pressemitteilung |

Europäischer Lokführerschein nötig / Soziale Rahmenbedingungen festlegen

(Berlin) - Gemeinsam mit anderen europäischen Bahngewerkschaften hat TRANSNET die Einführung eines europäischen Lokführerscheins gefordert. "Wir brauchen einheitliche Regelungen für Ausbildung und Qualifikation", erklärte der Gewerkschaftsvorsitzende Norbert Hansen. Schienenverkehr habe längst europäische Dimensionen entwickelt. Dieser Trend werde weitergehen. Deshalb sei nicht nur im Bereich der Technik eine Vereinheitlichung angebracht. "Darüber müssen sich die Arbeitgeber in den europäischen Mitgliedsstaaten im Klaren sein."

Bislang werde auf Arbeitgeberseite intensiv über Maßnahmen diskutiert, vor allem den Güterverkehr auf der Schiene "zu europäisieren." Dabei gehe es aber allein um technische Standards, wie beispielsweise einheitliche Leitsysteme. "Vereinbarungen zu sozialen Rahmenbedingungen für die Beschäftigten werden offenbar bewusst in die Länge gezogen", vermutet Hansen. Europäisch Handeln müsse aber auch bedeuten, "die Arbeitnehmerrechte abzusichern." Dies sei bislang nicht abzusehen.

Insgesamt gehe es um Lokführer und Zugbegleiter. "Wir wollen die 38 Stunden-Woche im grenzüberschreitenden Verkehr durchsetzen", erklärte der TRANSNET-Chef. Die tägliche Arbeitszeit solle acht Stunden nicht überschreiten. Außerdem müssten tägliche Ruhezeiten von mindestens 14 Stunden eingehalten werden. Es dürfe auf Europas Schienen nicht zu "Truckern auf Gleisen" kommen.

Nach Ansicht Hansens verhalten sich die Arbeitgeber jedoch "wenig konstruktiv." Bislang sei im wesentlichen nur über "Definitionen" diskutiert worden. Ein echtes Angebot gebe es nicht. Die Verhandlungen sollten am 5. März fortgesetzt werden. In Deutschland seien von grenzüberschreitendem Verkehr mindestens 500 Lokführer und über 350 Zugbegleiter betroffen.

Quelle und Kontaktadresse:
Gewerkschaft TRANSNET Pressestelle Chausseestraße 84 10115 Berlin Tel.: 030/424390-70 Fax: 030/424390-71

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