Pressemitteilung |

Fischler zur Agrarreform: „Für faule Kompromisse bin ich nicht zu haben"

(Brüssel/Berlin) - Im Vorfeld der beginnenden Verhandlungen über die Agrarreform im Agrarministerrat hat der für Agrar- und Fischereipolitik zuständige EU-Kommissar Franz Fischler abermals die Bedeutung der anstehenden Entscheidung hervorgehoben. Die Agrarreform soll nach den Forderungen Fischlers die Agrarförderungen von der Produktion abkoppeln sowie die ländliche Entwicklungspolitik stärken. Zudem müsse mit der Reform sichergestellt werden, dass den Förderungen jene öffentlichen Leistungen gegenüberstehen, die die heutige Gesellschaft von den Landwirten verlangt. In diesem Zusammenhang appellierte der Kommissar an die Mitgliedstaaten, ein schnelle Einigung über die Agrarreform zu erzielen. Und er bekräftigte: „Für faule Kompromisse, die zu mehr statt weniger Bürokratie führen, die den Landwirten weiter falsche Signale zur Überproduktion geben und den Steuerzahler dafür zur Kasse bitten, bin ich nicht zu haben."

Fischler betonte, dass eine langfristige, moderne und nachhaltige Förderpolitik im Interesse der Landwirte, Konsumenten und Steuerzahler liege: „Es steht viel auf dem Spiel, denn die Konsequenzen einer Nichteinigung wären drastisch. Nicht zu reformieren ist schlecht für die Landwirte, weil sie weiter mit Unsicherheit und einem ineffizienten und komplizierten Fördersystem leben müssten. Keine Reform heißt auch, dass die Gemeinsame Agrarpolitik weiter verwundbar bliebe und von Steuerzahlern, Konsumenten und international mehr und mehr in Frage gestellt würde.“

Quelle und Kontaktadresse:
Europäische Kommission Vertretung in der Bundesrepublik Deutschland Unter den Linden 78 10117 Berlin Telefon: 030-22802000 Telefax: 030-22802222

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