Für intelligenten Energiemix und ganzheitliches Energiekonzept / Weichen für Versorgungssicherheit stellen / Produzierendes Gewerbe nicht vernachlässigen / Industrie bleibt Motor für Wachstum und Beschäftigung
(Berlin) - Die deutsche Industrie fordert eine Verringerung der Abhängigkeit von ausländischer Energieerzeugung. "Es darf nicht andernorts entschieden werden, ob es in deutschen Kinderzimmern warm oder kalt ist und ob in Betrieben gearbeitet werden kann", sagte BDI-Hauptgeschäftsführer Werner Schnappauf am Mittwoch (25. März 2009) in Berlin auf einer Veranstaltung des World Energy Dialogue. Die Deutsche Messe AG richtet den internationalen Kongress World Energy Dialogue im Rahmen der Hannover Messe am 21. und 22. April zum vierten Mal aus. Er forderte insbesondere, die Abhängigkeit von Gas zu reduzieren. "Deutschland braucht einen intelligenten Energiemix", verlangte Schnappauf.
"Deutschland muss die Weichen für die Versorgungssicherheit von morgen bereits heute stellen. Deutschland darf sich nicht in einer irreführenden Sicherheit wiegen, weil die Energieversorgung gegenwärtig gewährleistet ist", unterstrich Schnappauf. "Es gibt bei den Energieversorgern eine hohe Bereitschaft, in die Zukunft zu investieren. Dies gilt aber nur, wenn klar ist, wohin die Reise geht. Voraussetzung ist ein verbindliches und ganzheitliches Energiekonzept - für einen breiten und intelligenten Energiemix, für mehr Sicherheit, Wettbewerb und Wohlstand", sagte der BDI-Hauptgeschäftsführer.
"Wo wir in Deutschland landen, wenn die Industrie vernachlässigt wird, sieht man in der gegenwärtigen Krise in einigen Ländern. Es gibt Volkswirtschaften, die geglaubt haben, sie könnten auf Industrie verzichten. Sie haben stattdessen auf Finanzdienstleistungen als Motor für Wachstum und Beschäftigung gesetzt. Diese Länder sind heute viel stärker von der Krise gebeutelt als Deutschland", erläuterte Schnappauf.
Quelle und Kontaktadresse:
BDI Bundesverband der Deutschen Industrie e.V.
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