Gemeinsam fĂŒr Bayerns landwirtschaftliche Betriebe: FĂŒracker und FelĂner setzen auf schnelle und unbĂŒrokratische steuerliche Entlastungen
(NĂŒrnberg) - Angesichts der dramatischen wirtschaftlichen Lage vieler landwirtschaftlicher Betriebe, insbesondere der Schweinehalter sowie der von Trockenheit und DĂŒrre betroffenen Höfe, haben Bayerns Finanz- und Heimatminister Albert FĂŒracker und BBV-PrĂ€sident GĂŒnther FelĂner heute in NĂŒrnberg ĂŒber Möglichkeiten kurzfristiger Hilfen und langfristiger Verbesserungen gesprochen. Im Mittelpunkt standen MaĂnahmen zur Sicherung der LiquiditĂ€t der Betriebe sowie steuerliche Instrumente im Zusammenhang mit der Besteuerung landwirtschaftlicher Einkommen.
âDie Lage der landwirtschaftlichen Betriebe ist ernst â die Schweinehaltung in Bayern steht unter massivem wirtschaftlichem Druck. Der erhebliche Verfall der Erzeugerpreise, insbesondere fĂŒr Schlachtschweine und Ferkel, stellt die Landwirtinnen und Landwirte vor existenzbedrohende Herausforderungen. Bayern hilft nach KrĂ€ften mit schnellen und unbĂŒrokratischen steuerlichen MaĂnahmen. Was wir in Bayern machen können, machen wirâ, betonte Finanzminister Albert FĂŒracker. Im begrĂŒndeten Einzelfall sollen betroffene Betriebe steuerliche Stundungen erhalten können. Zudem sollen Einkommensteuer-Vorauszahlungen zĂŒgig und unbĂŒrokratisch an die tatsĂ€chliche aktuelle Ertragslage angepasst werden. Betroffene Personen können entsprechende AntrĂ€ge bei ihrem örtlich zustĂ€ndigen Finanzamt stellen. Die AntrĂ€ge werden entsprechend des jeweiligen Einzelfalls regelmĂ€Ăig schnell, unbĂŒrokratisch und unter Ausschöpfung des bestehenden rechtlichen Rahmens bearbeitet. Ausgangspunkt des GesprĂ€chs waren die VorschlĂ€ge des Bayerischen Bauernverbandes fĂŒr schnelle LiquiditĂ€tshilfen.
âViele Schweinehalter arbeiten seit Wochen deutlich unter ihren Produktionskosten. Gleichzeitig belasten Trockenheit und DĂŒrre zahlreiche weitere landwirtschaftliche Betriebe. Deshalb brauchen die Höfe jetzt schnelle und pragmatische UnterstĂŒtzungâ, erklĂ€rte BBV-PrĂ€sident GĂŒnther FelĂner. âIch begrĂŒĂe ausdrĂŒcklich die Zusage von Staatsminister FĂŒracker, die HandlungsspielrĂ€ume der Finanzverwaltung konsequent und unbĂŒrokratisch im Sinne der akut betroffenen landwirtschaftlichen Betriebe zu nutzen.â
DarĂŒber hinaus wollen sich FĂŒracker und FelĂner auf Bundesebene gemeinsam fĂŒr strukturelle Verbesserungen einsetzen. Dazu gehören die im Koalitionsvertrag vereinbarte EinfĂŒhrung einer steuerlichen RisikoausgleichsrĂŒcklage sowie die VerlĂ€ngerung und Entfristung der sog. TarifglĂ€ttung fĂŒr land- und forstwirtschaftliche EinkĂŒnfte, um die Progressionswirkungen starker Gewinnschwankungen kĂŒnftig besser ausgleichen zu können.
âDie EinfĂŒhrung einer steuerlichen RisikoausgleichsrĂŒcklage wĂŒrde die LiquiditĂ€t und Eigenkapitalbasis stĂ€rken und insbesondere Familienbetrieben helfen, wirtschaftlich schwierige Jahre besser zu bewĂ€ltigen. Bayern wird sich schnellstmöglich nach der Sommerpause im Bundesrat dafĂŒr einsetzen, dass die Bundesregierung den im Koalitionsvertrag angekĂŒndigten Gesetzentwurf zĂŒgig vorlegtâ, so FĂŒracker.
FĂŒracker und FelĂner waren sich einig: Kurzfristige LiquiditĂ€tshilfen sind jetzt wichtig. Dauerhaft brauchen die landwirtschaftlichen Betriebe jedoch verlĂ€ssliche wirtschaftliche Rahmenbedingungen und dauerhaft geltende Instrumente, die sie widerstandsfĂ€higer gegenĂŒber Markt- und Wetterkrisen machen. FĂŒr die Schweinehaltung gehören dazu insbesondere auskömmliche Erzeugerpreise und faire Wettbewerbsbedingungen.
âDie letzten Monate und Jahre zeigen: Die Witterungsextreme nehmen immer weiter zu, die ErtrĂ€ge der Landwirtschaft schwanken stark, die Erzeugerpreise decken die Kosten nicht mehr. Unsere Betriebe brauchen verlĂ€ssliche steuerliche Instrumente!â, betonte Finanzminister FĂŒracker.
Quelle und Kontaktadresse:
Bayerischer BauernVerband (BBV), Max-Joseph-Str. 9, 80333 MĂŒnchen, Telefon: 089 558730
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