Pressemitteilung | Deutscher Reiseverband e.V. (DRV)
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Gesamtwirtschaftlicher Schaden droht / Fluglotsenstreik: Pro Tag über 610.000 Passagiere betroffen

(Berlin) - Einen großen volkswirtschaftlichen Schaden für Deutschland und zum Teil auch für Europa erwartet der Deutsche ReiseVerband (DRV), sollten die Fluglotsen wie angedroht in dieser Woche streiken. Die deutschen Flughäfen zählten im vergangenen Oktober durchschnittlich über 610.000 Passagiere pro Tag. Jährlich starten von Deutschlands Flughäfen rund 190 Millionen Fluggäste. "Mitten in den Herbstferien würde ein Arbeitsausstand hunderttausende unbeteiligte Urlauber treffen. Durch Flugausfälle oder Verspätungen können die einen möglicherweise nicht rechtzeitig an den Arbeitsplatz zurückkehren, die anderen nicht wie geplant in den wohlverdienten Urlaub starten", befürchtet der Präsident des Deutschen ReiseVerbands (DRV), Jürgen Büchy. Eine annähernd große Anzahl Geschäftsreisender verpasst Termine, Besprechungen finden nicht statt und Geschäftsabschlüsse werden nicht getätigt. Auch Waren könnten nicht rechtzeitig vom Produzenten zum Abnehmer transportiert werden - ein massiver Verlust für die Wirtschaftsunternehmen sowie die gesamte Volkswirtschaft wären die Folge.

"Viele Deutsche haben monatelang auf die Herbsturlaub gespart und freuen sich nun auf ihre Auszeit mit der Familie. Sie wollen Sonne und Strand genießen und Kraft für den Arbeitsalltag schöpfen", schildert der Präsident des Branchenverbandes die möglicherweise massiven Auswirkungen eines Streiks der Fluglotsen. Die Folge wären Verzögerungen sowohl beim Abflug als auch beim Rückflug. Es kann zu erheblichen Verspätungen und möglicherweise auch vereinzelt zu Flugausfällen kommen. Das führt wiederum zu einem Rückstau bei der Flugabfertigung. Reisende, die abfliegen wollen oder in den Urlaubsgebieten auf ihren Rückflug nach Deutschland warten, müssten mit erheblichen Verzögerungen rechnen. "Ein solcher Rückstau würde einige Zeit benötigen - das kann Stunden oder im schlimmsten Fall sogar Tage dauern", befürchtet DRV-Präsident Büchy.

"Bei allem Verständnis für die Tarifautonomie und das Streikrecht sollten Gespräche über Gehalt, Vergütungsgruppen und Arbeitsbedingungen bilateral geklärt werden. Sie sollten nicht auf dem Rücken unbeteiligter Dritter ausgetragen werden", appelliert DRV-Präsident Büchy an die Tarifparteien, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Ein Streik der Fluglotsen wie er von der Gewerkschaft der Fluglosten (GdF) in Aussicht gestellt wurde, würde zu massiven Beeinträchtigungen im deutschen und auch europäischen Luftverkehr führen. Durch Streiks gerade jetzt in der Urlaubshochsaison und in einem der aufkommensstärksten Monate für Geschäftsreisen entsteht nicht nur der Wirtschaft allgemein ein Schaden, sondern sie treffen vor allem die Tourismusbranche mit Fluggesellschaften und Reiseanbietern. "Dort sind hunderttausende Menschen beschäftigt", verdeutlicht Büchy die Dimension des angedrohten Arbeitskampfes. Dieses Jahr könnten aufgrund der gestiegenen Reiselust der Deutschen sogar noch mehr Passagiere gezählt werden, so die Einschätzung des Deutschen ReiseVerbandes. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) haben im ersten Halbjahr 2011 insgesamt 46,7 Millionen Passagiere eine Flugreise von einem der 27 größten deutschen Flughäfen angetreten. Dies waren 7,9 Prozent bzw. 3,4 Millionen Passagiere mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher ReiseVerband e.V. (DRV) Sibylle Zeuch, Pressesprecherin Schicklerstr. 5-7, 10179 Berlin Telefon: (030) 28406-0, Telefax: (030) 28406-30

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