Gewinner der Kritiker:innenumfrage des Theatermagazins DIE DEUTSCHE BÜHNE zur Spielzeit 2025/26
(Köln) - Klarer Gewinner in der Kritiker:innenumfrage des Theatermagazins DIE DEUTSCHE BÜHNE zur Saison 2025/26 sind die Münchner Kammerspiele. In neun Kategorien haben 61 Kritikerinnen und Kritiker abgestimmt. Das von Barbara Mundel geleitete Schauspielhaus der Landeshauptstadt München erhielt in der Rubrik Gesamtleistung eines großen Hauses sechs Nennungen sowie sieben Nennungen in anderen Kategorien.
Der Erfolg erklärt sich auch durch die Vielzahl der genannten Inszenierungen an dem Theater, nämlich „Wallenstein“, „Mephisto“ und „Play Auerbach“. Kritiker Björn Hayer lobt die „herausragende Mixtur aus großartig inszenierten historischen Stoffen und Gegenwartstexten“ an den Kammerspielen.
In der Kategorie Gesamtleistung eines kleineren Hauses stechen das ETA Hoffmann Theater Bamberg, das Rheinische Landestheater Neuss, das Theater Hagen und das Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau mit jeweils zwei Nennungen heraus. In der Summe aus allen Fragen ergibt sich unter den Theatern folgende Reihenfolge: Die Münchner Kammerspiele mit insgesamt 13 Nennungen stehen an der Spitze vor den Theatern Chemnitz mit zehn Nennungen und der Oper Dortmund mit neun.
Im Musiktheater liegt die Opernuraufführung „Rummelplatz“ in Chemnitz an der Spitze der Umfrage. Im Schauspiel ist die Schauspielerin und Regisseurin Julia Riedler die herausragende Künstlerin. Sie wird einmal als Solodarstellerin in der Inszenierung „Fräulein Else“ von Leonie Böhm gefeiert und dreimal für ihr Regiedebut mit „Hamlet“ am Theater Freiburg. Mit der Dramaturgin Natalie Baudy vom Schauspiel Erlangen und den Regisseurinnen Lucia Biehler und Sandra Strunz erhalten weitere Künstlerinnen Mehrfachnennungen im Schauspiel.
Außer der starken Präsenz von Frauen ist auffällig, welche hohe Bedeutung die beteiligten Kritikerinnen und Kritiker dem Theater für junges Publikum mittlerweile beimessen. Das „Highlight der Saison“ ist für vier Beteiligte die Inszenierung „ich sehe was/was du nicht siehst“ von Autor Sergej Gößner am Theater Aalen. Die Reizfigur zahlreicher Kritiker:innen ist Kulturstaatsminister Wolfram Weimer. Damit verbunden ist die Sorge über staatliche Repression gegenüber dem Theater.
Die Auswertung der Umfrage ist ausführlich im soeben erschienenen August-Heft der vom Deutschen Bühnenverein herausgegebenen Zeitschrift DIE DEUTSCHE BÜHNE nachzulesen, hier die Zusammenfassung:
https://www.die-deutsche-buehne.de/leseprobe/saisonbilanz-2025-26. Dort findet sich auch eine Gesamtliste der meistgenannten Theater.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Bühnenverein - Bundesverband der Theater und Orchester, St.-Apern-Str. 17-21, 50667 Köln, Telefon: 0221 208120
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