Pressemitteilung |

"Hochschulen haben strategische Bedeutung für unsere Zukunft"

(Berlin) - Ein internationaler Zuschnitt deutscher Hochschulen wird nach Ansicht von Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn zunehmend Grundlage für wirtschaftlichen Wohlstand und Fortschritt sein. "In einer Zeit, in der längst weltweit um die besten Köpfe geworben wird, ist die Internationalisierung unserer Hochschulen dringend notwendig und muss zügig und konsequent umgesetzt werden", sagte die Ministerin in ihrer Regierungserklärung zu den Ergebnissen der Europäischen Bildungsministerkonferenz.

Mit der Ausrichtung dieser Konferenz in Berlin habe die Bundesregierung abermals die hohe Priorität von Bildung und Forschung und ihre Verantwortung für das europäische Zusammenwachsen deutlich gemacht. "Konkret geht es darum, bis zum Jahr 2010 einen europäischen Hochschulraum zu schaffen, der von hoher Qualität geprägt ist und einen ungehinderten Austausch von Studierenden und Wissenschaftlern ermöglicht", so die Ministerin am 25. September vor dem Deutschen Bundestag. Bei diesem Prozess wolle Deutschland eine Vorreiterrolle einnehmen.

Meilenstein in Richtung Hochschulraum Europa
Die Berliner Konferenz bezeichnete Bulmahn als "Meilenstein in Richtung Hochschulraum Europa". Inzwischen seien nicht nur 40 Regierungen, sondern auch Hochschulen, Studierende und Wissenschaftler aktiv in den Bologna-Prozess eingebunden. Mit der Ausrichtung wesentlicher Reformschritte auf das Jahr 2005 habe man das Reformtempo deutlich erhöht. Geeinigt habe man sich auf die Einführung der neuen
Bachelor- und Masterabschlüsse als Regelstudiengänge bis 2005, die Förderung der Mobilität von Studierenden und Wissenschaftlern sowie die Entwicklung eines umfassenden Qualitätssicherungssystems. Die Voraussetzung für Vergleichbarkeit der Studien- und Prüfungsleistungen schaffe die flächendeckende Einführung des europäischen Kreditpunktesystems ECTS und ein Diploma supplement, das Aufschluss über vermittelte Qualifikation gebe.

Die Bundesregierung hat die Einführung der Bachelor- und Masterabschlüsse nach Aussage der Ministerin mit 42 Millionen Euro unterstützt. Grundlage für die Mobilität deutscher Studierender sei die Möglichkeit, bei einem Studium im Ausland den BAföG-Anspruch nach nur zwei Semestern in Deutschland mitzunehmen. Von den Hochschulen forderte Bulmahn eine wirkliche Reform der Studieninhalte und eine arbeitsmarktorientierte Profilbildung für beide Abschlüsse.

Quelle und Kontaktadresse:
Bundesministerium für Bildung und Forschung Hannoversche Straße 28 - 30 10115 Berlin Tel.: 01888–570 Fax: 01888–572094

()

NEWS TEILEN: