Pressemitteilung |

Hoffnung beim Steuervergünstigungsabbaugesetz / Energieholz hat weiter Zukunft / Bewährte Pauschalierungsregeln bleiben / Bundestag und Bundesrat weiter in der Pflicht

(Berlin) - „Vernünftige Argumente scheinen doch noch zu überzeugen. Die ersten Vereinbarungen der Spitzen der Koalitionsfraktionen lassen für die Land- und Forstwirtschaft im Streit um das Steuervergünstigungsabbaugesetz hoffen“, sagte Michael Prinz zu Salm-Salm, Präsident der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände e.V. (AGDW) und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Grundbesitzerverbände e.V. nach Bekannt werden der Ergebnisse der Koalitionsbeschlüsse in Berlin.

Als richtig und zukunftsweisend bezeichnete der Präsident die Beibehaltung des ermäßigten Steuersatzes auf Brennholz, also Energieholz als regenerativen Energieträger zur Wärme- und Stromgewinnung. Damit seien große Investitionsvorhaben im ländlichen Raum gesichert. „Alles andere wäre auch ein Widerspruch gewesen: Regenerative Energien mit staatlichen Mitteln fördern und gleichzeitig die Steuer für Brennholz erhöhen - das hätte kein Bürger mehr verstanden“, so Salm.

Mit der Beibehaltung der Vorsteuerpauschale von 9% für die Land- und Forstwirtschaft wird zudem ein bewährtes steuerliches Vereinfachungsmodell für die Betriebe erhalten. Die Möglichkeit des unbürokratischen Pauschalierens der Umsatzsteuer, das insbesondere die Arbeit der kleinen und mittleren Betriebe erleichtert, ist damit sichergestellt. Eine weitere Bürokratisierung der Land- und Forstwirtschaft wird damit vorerst vermieden.

Überzeugungsarbeit ist allerdings noch bei der geplanten Anhebung der Besteuerung landwirtschaftlicher Vorprodukte sowie der Besteuerung von Veräußerungsgewinnen (Wertzuwachssteuer) zu leisten. Unter dem Deckmantel eines sog. Steuervergünstigungsabbaugesetzes ist geplant, eine neue Steuer auf private Veräußerungsgewinne einzuführen. Nicht allein der bürokratische Aufwand einer solchen Steuer steht in der Kritik der Verbände. Insbesondere das Abgreifen von potentiellen Wertzuwächsen von teilweise Jahrzehnte alten Investitionen ist nicht akzeptabel. Das Vertrauen in den privaten Vermögensaufbau für Alter und Krankheit wird damit zerstört.

„Wir hoffen nun, dass Bundestag und Bundesrat bei ihren weiteren Beratungen dem Gesetz die letzten Giftzähne ziehen“, schloß Salm seine erste Einschätzung.
Abrufbar unter: www.waldbesitzerverbaende.de und www.grundbesitzerverbaende.de

Quelle und Kontaktadresse:
Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände e.V. Reinhardtstr. 18 10117 Berlin Telefon: 030/31807923 Telefax: 030/31807924

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