Pressemitteilung |

"Innovation und neue Energietechnologien" / Kabinett verabschiedet neues Energieforschungsprogramm

(Berlin) - Das Bundeskabinett hat heute das 5. Energieforschungsprogramm "Innovation und neue Energietechnologien" verabschiedet.

Hierzu der Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit, Wolfgang Clement: "Moderne Energietechnologien sind die Voraussetzung für eine sichere und international wettbewerbsfähige Energieversorgung. Mit dem neuen Energieforschungsprogramm geben wir Wirtschaft und Verbrauchern eine berechenbare energiewirtschaftliche Perspektive: Die Bundesregierung setzt auf Technologien, die einen ausgewogenen Energiemix garantieren, einschließlich Stein- und Braunkohle, zur Verbesserung der Energieeffizienz beitragen und den wachsenden Anteil der erneuerbaren Energien näher an die Wirtschaftlichkeit heranführen."

Das neue Energieforschungsprogramm wurde unter der Federführung des BMWA gemeinsam mit dem BMU, dem BMVEL, und dem BMBF erarbeitet. Es folgt einem Ansatz mit klaren Schwerpunkten für ausgewählte Bereiche und einem relativ breiten Ansatz in den anderen Technologiefeldern.

Zu den prioritären Förderbereichen gehören moderne Kraftwerkstechnologien auf Basis von Kohle und Gas, einschließlich CO2-Abtrennung und CO2-Speicherung. Clement: "Wichtig ist, dass mit dem neuen Fachprogramm Moderne Kraftwerkstechnologien die Voraussetzungen geschaffen werden, damit die deutsche Stromwirtschaft bei dem ab 2010 anstehenden Kraftwerkserneuerungsprogramm auf modernste Technik zurückgreifen kann. Bei der Modernisierung des Kraftwerksparks steht eine rasche Steigerung der Effizienz an erster Stelle. Hier setzt das Energieforschungsprogramm an und leistet einen Beitrag, damit aus jeder Tonne Kohle mehr kWh herausgeholt werden können."

Weitere prioritäre Förderbereiche sind Photovoltaik, Windenergie im offshore-Bereich, Brennstoffzellen, Wasserstoff und Energiespeicher, Technologien und Verfahren für energieoptimiertes Bauen sowie zur energetischen Nutzung von Biomasse. Daneben umfasst das Programm die Bereiche energiesparender Technologien in der Industrie, im Gewerbe, im Handel und bei Dienstleistungen, die gesamte Palette der erneuerbaren Energien (Wasser, Sonne, Geothermie u. a.), die nukleare Sicherheits- und Endlagerforschung sowie die Fusionsforschung. Insgesamt gibt das neue Programm den Bereichen "Energieeffizienz" und "Erneuerbare Energien" Priorität.

Die Bundesregierung wird in den Jahren 2005 bis 2008 rund 1,7 Mrd. € für die Förderung von Forschung und Entwicklung moderner Energietechnologien bereitstellen. Damit leistet das neue Energieforschungsprogramm einen wichtigen Beitrag zur notwendigen Anpassung und Modernisierung der deutschen Energieversorgung. Darüber hinaus ist das neue Programm ein wichtiges Element der Innovationsinitiative der Bundesregierung und unterstützt Wachstum und Beschäftigung in Deutschland.

Clement: "Mit dem neuen Energieforschungsprogramm stellen wir sicher, dass unser Land so gut es geht auf die energiewirtschaftlichen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts vorbereitet ist."

Quelle und Kontaktadresse:
Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit Scharnhorststr. 34-37 10115 Berlin, Postanschrift: 11019 Berlin Telefon: 01888/6150, Telefax: 01888/6157010

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