Internationale Pflegekräfte müssen raus aus den Wartezimmern von Botschaften und Behörden
(Berlin) - Die Zahl ausländischer Beschäftigter in der Pflege ist nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit binnen eines Jahres um 46.000 gestiegen. Gleichzeitig war der Beruf der Pflegefachperson 2025 laut Statistischem Bundesamt mit rund 32.000 Anerkennungen erneut der mit Abstand am häufigsten anerkannte ausländische Berufsabschluss. Doch zwischen dem Wunsch, in Deutschland zu arbeiten, und dem tatsächlichen Einsatz als Pflegefachperson liegen noch immer zu viele bürokratische Hürden: Langwierige Visaverfahren, uneinheitliche Anerkennung und zu wenig Personal in Botschaften und Behörden kosten wertvolle Zeit. Der Arbeitgeberverband Pflege (AGVP) fordert schnellere, digitale und bundesweit einheitliche Verfahren.
Dazu erklärt AGVP-Geschäftsführerin Isabell Halletz:
„Internationale Pflegekräfte sind längst unverzichtbar für unsere Versorgung. Jede sechste beschäftigte Pflegefachperson kommt aus dem Ausland. Trotzdem verzögern langwierige Verfahren und zu wenig Personal in Botschaften und Behörden noch immer ihren Weg in die Fachkrafttätigkeit.
Wir brauchen ein bundeseinheitlich abgestimmtes Anerkennungsverfahren statt 16 individuelle Länderwege. Einheitliche Vorgaben für die erforderlichen Unterlagen und digital gestützte Verfahren können den Personalmangel in den Anerkennungsbehörden und Botschaften ausgleichen und die Verfahren deutlich beschleunigen. Wir brauchen die qualifizierten Pflegefachpersonen nicht im Behörden-Wartezimmer, sondern vor Ort in der Versorgung – das hilft Pflegebedürftigen, Pflegeunternehmen und internationalen Pflegekräften.“
Quelle und Kontaktadresse:
Arbeitgeberverband Pflege e.V. (AGVP), Reinhardtstr. 3, 10117 Berlin, Telefon: 030 6780637-0
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