"Klares Signal für Reformen in der Bundespolitik – Wahlausgang in Sachsen-Anhalt ist alarmierend"
(Leipzig) - Zum Ergebnis der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt sagen VDMA-Präsident Bertram Kawlath und VDMA-Vizepräsident Alexander Jakschik:
• „Der Wahlausgang in Sachsen-Anhalt ist alarmierend und auch ein deutlicher Handlungsauftrag an die Bundespolitik. Die Bundesregierung muss jetzt ihre großen Reformpakete umsetzen.“
• „Die Menschen und Unternehmen im Land brauchen einen klaren wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Kurs, der die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands in einem starken Europa an erste Stelle setzt.“
• „Wichtige Reformen sind zwar angekündigt oder eingeleitet, doch bei Bürokratieabbau, Verwaltungsverschlankung und -modernisierung, Energie, Steuern und Sozialabgaben klaffen Anspruch und Umsetzung weiterhin auseinander. Entscheidend sind konkrete Verbesserungen, die Unternehmen und Beschäftigte tatsächlich spüren.“
Zu den Aussichten für Sachsen-Anhalt sagt Alexander Jakschik, Vorstandsvorsitzender des VDMA Landesverbands Ost:
• „Die kommenden fünf Jahre entscheiden maßgeblich darüber, wie wettbewerbsfähig der Wirtschaftsstandort Sachsen-Anhalt künftig sein wird. An den Fortschritten bei Fachkräften, Investitionen, Innovationen, schnelleren Genehmigungen und einer leistungsfähigen, digitalen Verwaltung wird sich die Arbeit der neuen Landesregierung messen lassen.“
• „Besonders dringlich ist die Fachkräfte- und Bildungsfrage. Sachsen-Anhalt hat die älteste Bevölkerungsstruktur in Deutschland. In neun Jahren werden dem Arbeitsmarkt rund zwölf Prozent weniger Erwerbspersonen zur Verfügung stehen. Altersbedingt freiwerdende Stellen lassen sich vielerorts bereits heute nicht oder nur verzögert nachbesetzen. Fachkräftesicherung auch aus dem Ausland ist nicht nur eine langfristige Zukunftsfrage, sondern eine akute Aufgabe zur Standortsicherung.“
• „Sachsen-Anhalt braucht eine Fachkräftestrategie, die Bildung, Berufsorientierung, Ausbildung, Hochschule und internationale Fachkräftegewinnung zusammendenkt. Wir unterstützen die Fortführung des Profilfachs Technik und plädieren für mehr reale Einblicke in MINT-Berufe, verbindliche Praktika, eine bessere Verzahnung von Bildungssystem und Unternehmen sowie für einen international attraktiven Studienstandort.“
• „Die Unternehmen benötigen eine sichere und bezahlbare Energieversorgung. Gleichzeitig liefern sie zentrale Technologien für die Energiewende, von Komponenten für Windkraftanlagen über Wasserstofftechnologien bis zu Speicherlösungen und kompletten Anlagen. Deshalb sollten Energie- und Industriepolitik zusammen gedacht werden. Das Land muss erneuerbare Energien, Netze und Speicher schneller ausbauen sowie verlässliche, technologieoffene Rahmenbedingungen für Investitionen schaffen.“
Quelle und Kontaktadresse:
Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA), Holger Paul, Leiter(in) Kommunikation, Lyoner Str. 18, 60528 Frankfurt am Main, Telefon: 069 66030
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