Pressemitteilung |

Kurskorrektur in der Steuerpolitik ist möglich / Makler fordern zu einer Kehrtwende in der Steuerpolitik auf / Weniger Steuern für mehr Investitionen / Das Immobilienjahr 2003 kann noch positiv beeinflusst werden

(Berlin) - Eine Kehrtwende zu einer wachstumsfreundlichen Steuerpolitik sei notwendig, um milliardenschwere Investitionen in Immobilienprojekte nicht zu verhindern. Darauf hat der Verband Deutscher Makler (VDM) zu Beginn des neuen Jahres hingewiesen. „Noch ist der Zug nicht abgefahren. Jetzt muss die Steuerdiskussion auf die richtigen Gleise gehoben werden – für Investitionen, für moderate Mieten in Deutschland und für den Erhalt von Jobs in der Immobilienwirtschaft“, forderte der Bundespressesprecher des VDM, Jürgen Michael Schick.

Da das von der Bundesregierung geplante „Steuervergünstigungsabbaugesetz“ im Bundesrat keine Zustimmung erfahren werde, sei es notwendig, jetzt neue Akzente zu setzen. „Wir wissen, dass Bund, Länder und Kommunen sparen müssen. Aber statt mit zahllosen Steuererhöhungen die Immobilienkonjunktur abzuwürgen und gegenüber anderen Wirtschaftszweigen unverhältnismäßig zu belasten, setzen wir auf Investitionsanreize und Wachstumsimpulse“, betonte VDM-Sprecher Schick. Das Vertrauen in die Steuerpolitik müsse wiederhergestellt werden. Die Versorgung von Wohnraum erfolge in Deutschland fast ausschließlich durch private Investitionen. Daher müsse ein positives Klima für Investitionen geschaffen werden – durch Zuverlässigkeit der Politik und ohne drohende Steuererhöhungen.

Die drastischen Einschnitte bei der Eigenheimförderung, der Wegfall der degressiven AfA und die Versteuerung von Veräußerungsgewinnen nicht selbst genutzter Immobilien reihe sich ein in die lange Kette falscher Maßnahmen. „Wir fordern mehr wirtschaftliche Freiheit statt Steuererhöhungen. Die Immobilienwirtschaft ist eine komplett überreglementierte Branche. Das fängt mit dem Mietrecht an und hört beim Baurecht auf“, so Schick. Wenn hier die aktuelle Diskussion ein Umdenken bewirke, könne aus dem neuen Jahr 2003 noch das Jahr der Trendumkehr werden. „Die Politik hat es in der Hand, jetzt noch das Ruder herumzureißen“.

Der VDM forderte die Bundesregierung auf, auf die einseitigen Steuererhöhungen zu verzichten. Der kurzfristige Fiskalgewinn durch höhere Steuereinnahmen werde sehr schnell durch ein dauerhaftes Ausbleiben von Investitionen, von daraus resultierenden steigenden Mieten und von Arbeitsplatzverlusten aufgezehrt. „Die Formel lautet: Subventionsabbau + Steuererhöhungen = Immobilienrezession“, erklärte VDM-Bundespressesprecher Schick. „Wir hoffen, dass sich nach den Landtagswahlen am 2. Februar die nüchternen Köpfe durchsetzen und wir zu einer sachgerechten Steuerpolitik zurückkehren. An diesem Tag ist schließlich auch Mariä Lichtmeß. Hoffen wir mal, dass sich damit auch die Erleuchtung der heute Herrschenden einstellt.“

Quelle und Kontaktadresse:
Verband Deutscher Makler für Grundbesitz, Hausverwaltung und Finanzierungen e.V. (VDM) Riedemannweg 57 13627 Berlin Telefon: 030/38302528 Telefax: 030/38302529

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