Leiterplattenmarkt normalisiert sich im April 2012
(Frankfurt am Main) - Der April-Umsatz der Leiterplattenhersteller war im laufenden Jahr zehn Prozent niedriger als im März 2012 und ebenfalls zehn Prozent niedriger als im April 2011. Er entsprach jedoch dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre. Dies berichtet der ZVEI-Fachverband PCB and Electronic Systems. Die Produktionsleistung pro Arbeitstag übertraf den langjährigen Durchschnitt. Für die ersten vier Monate 2012 lag die Leistung knapp neun Prozent unter der im gleichen Vorjahreszeitraum.
Der Auftragseingang im April übertraf den des Vorjahres um sieben Prozent. Im ersten Jahresdrittel wurden insgesamt sechs Prozent weniger Aufträge erteilt als im Vorjahr. Eine Ursache sieht der Fachverband in der die schwierigen Lage der Solarindustrie, die als wichtiger Auftraggeber in den letzten Jahren Bedeutung erlangt hat. Außerdem erfolgen die Bestellungen deutlich kurzfristiger.
Verschiebungen von Aufträgen in Produktionsstätten außerhalb Europas spielen ebenfalls eine Rolle. Mehrere große Abnehmer verfügen über solche Möglichkeiten.
Das Book-to-Bill-Ratio als mittelfristiger Trendindikator blieb mit 0,88 fast unverändert.
Die Mitarbeiterzahl sank gegenüber April 2011 um 4,5 Prozent. Seit Jahresbeginn ging die Zahl der Beschäftigten um 3,2 Prozent zurück. Anders als in früheren Jahren agieren die Unternehmen flexibler und passen über das Instrument der Zeitarbeit den Personalstand wesentlich kurzfristiger an.
Quelle und Kontaktadresse:
Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. (ZVEI)
Pressestelle
Lyoner Str. 9, 60528 Frankfurt am Main
Telefon: (069) 6302-0, Telefax: (069) 6302-317
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