Marburger Bund ruft Krankenhausärzte zur Teilnahme an Großdemonstration gegen Gesundheitsreform auf
(Berlin) - Der Ärzteverband Marburger Bund (MB) hat die Krankenhausärzte Deutschlands aufgerufen, sich am 4. Nationalen Protesttag der Mediziner am morgigen Freitag (22. September) in Berlin zu beteiligen. "Der 22. September soll für die Politik ein ernstes Warnsignal der Leistungsträger des Gesundheitswesens werden", erklärte Dr. Frank Ulrich Montgomery, Vorsitzender des mit rund 110 000 Mitgliedern größten deutschen Ärzteverbandes. Der vorliegende Entwurf zur Gesundheitsreform sei ein indiskutables Papier, das die Arbeitsbedingungen der Ärzte in Kliniken und Praxen massiv verschlechtern und somit die Qualität der medizinischen Versorgung erheblich beeinträchtigen werde.
Aus Verantwortung vor den Patienten müsse jeder Arzt der Bundesregierung beim Protesttag die rote Karte für die beabsichtige Verstaatlichung des Gesundheitssystems zeigen. Der MB-Chef nannte es eine Unverschämtheit von Gesundheitsministerin Ulla Schmidt, gerade in der sensiblen Phase der Finanzierungsumstellung auf Fallpauschalen, den Kliniken ein Prozent des Budgets stehlen zu wollen. Auch die Missachtung der Interessen der niedergelassenen Ärzte sei indiskutabel. Ihnen sollen statt der versprochenen leistungsgerechten Honorare auf Eurobasis neue Budgetierungsformen mit harten Mengenabstaffelungen von einem "unabhängigen" Institut übergestülpt werden.
Montgomery: "Lasst uns am 22. September eine unüberwindbare Hürde aus Tausenden protestierenden Medizinern aufbauen, damit der von Ulla Schmidt geplante Weg in die Einheitsversicherung verhindert wird." Das freiheitliche Gesundheitswesen, das unter einer schwerwiegenden Unterfinanzierung leide, dürfe nicht in eine Staatsmedizin verwandelt werden. "Gesundheitssozialismus darf nicht die Antwort auf die Strukturprobleme der Krankenversicherung sein", so Montgomery. Der Marburger Bund fordere deshalb eine grundlegende Systemreform, die die Qualität der medizinischen Versorgung sichert, medizinischen Fortschritt ermöglicht und die Finanzierungsgrundlagen verbessert.
Quelle und Kontaktadresse:
Marburger Bund - Verband der angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte Deutschlands e.V. - Bundesverband
Athanasios Drougias, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Reinhardtstr. 36, 10117 Berlin
Telefon: (030) 7468460, Telefax: (030) 74684616
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