Marburger Bund unterstützt Spendenaktion zum Gedenken an Euthanasie-Opfer
(Berlin) - Mit einem Aufruf an alle Ärztinnen und Ärzte unterstützt der Marburger Bund die Spendenaktion "Psychiatrie im Nationalsozialismus - Erinnerung und Verantwortung", welche von der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) im Herbst 2011 ins Leben gerufen wurde. "Mit der Spendenaktion leistet die deutsche Ärzteschaft einen wichtigen Beitrag zur Aufarbeitung eines der dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte. Während des NS-Regimes litten hunderttausende Menschen mit Behinderungen und Krankheiten unter den Gräueltaten der Nationalsozialisten. Wir als Ärzte dürfen unsere besondere historische Verantwortung gegenüber diesen Opfern nie vergessen. Daher begrüßt der Marburger Bund die Initiative ausdrücklich und hofft auf eine rege Spendenbeteiligung seiner Mitglieder", so der 1. Vorsitzende des Marburger Bundes, Rudolf Henke.
Bis zum Oktober 2012 können Ärztinnen und Ärzte sowie Interessierte und Unterstützer für diese Initiative spenden. Von den Geldern ist unter anderem eine Ausstellung in den Räumen der "Stiftung Topograhie des Terrors" in Berlin geplant, die über den Umgang mit psychisch Kranken und behinderten Menschen während der NS-Diktatur informiert. Diese wird danach als Wanderausstellung in ganz Deutschland und Europa zu sehen sein. Langfristig wird eine öffentlich zugängliche Datenbank über alle Namen, Schicksale und Biografien der Opfer Auskunft geben. Im Rahmen dessen soll auch die Rolle der Ärzte während der Zeit des Nationalsozialismus umfassend wissenschaftlich aufgearbeitet werden.
Spenden können auf das Spendenkonto 5252 bei Sal. Oppenheim, BLZ: 37030200, IBAN: DE 82 3703 0200 0000 0052 52, BIC: SOPPDE3KXXX, unter dem Stichwort: "Spendenaufruf" eingezahlt werden.
Quelle und Kontaktadresse:
Marburger Bund - Verband der angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte Deutschlands e.V. - Bundesverband
Hans-Jörg Freese, Leiter, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Reinhardtstr. 36, 10117 Berlin
Telefon: (030) 746846-0, Telefax: (030) 746846-16
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