Pressemitteilung | Deutscher AnwaltVerein e.V. (DAV)
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Maria-Otto-Preis geht an Rechtsanwältin Sabine Fuhrmann

(Berlin) - Rechtsstaatliches und berufspolitisches Engagement wird geehrt: Der Deutsche Anwaltverein (DAV) zeichnet die Leipziger Rechtsanwältin Sabine Fuhrmann mit dem Maria-Otto-Preis 2026 aus. Die Jury hebt auch ihre Vorbildfunktion für junge Anwältinnen hervor.

Hervorzuheben ist insbesondere das große solidarische Engagement der Rechtsanwältin: „In den letzten Jahren hat sich Sabine Fuhrmann regelmäßig öffentlich für jene Kolleginnen und Kollegen eingesetzt, welche aufgrund ihrer Mandate zum Ziel von verbalen Angriffen und Drohungen wurden“, lobt DAV-Präsident Stefan von Raumer. Dies betraf etwa eine sächsische Anwältin, die den späteren Attentäter von Solingen asylrechtlich beraten hatte. Dadurch hat Sabine Fuhrmann auch die Rolle und Wichtigkeit der Anwaltschaft öffentlich unterstrichen.

Fuhrmann ist Präsidentin der Rechtsanwaltskammer Sachsen und Vizepräsidentin der Bundesrechtsanwaltskammer. Sie ist Mitgründerin und Managing Partnerin der Leipziger Sozietät „Spirit Legal“ mit den Schwerpunkten Handels- und Gesellschaftsrecht, Corporate Finance und Arbeitsrecht sowie anwaltliches Berufsrecht. „Als führende Rechtsanwältin mit früher Spezialisierung in einer traditionell eher ‚männerdominierten‘ Fachrichtung ist sie ein Vorbild für junge Rechtsanwältinnen“, betont der DAV-Präsident.

Mit dem zehnten Maria-Otto-Preis würdigt der DAV auch das starke berufspolitische Engagement von Sabine Fuhrmann und ihren Einsatz für den Rechtsstaat. So ist sie beispielsweise aktiv im Vorstand des Bundesverbands der Freien Berufe, im Förderverein Forum Recht, im Beirat der Leipziger Juristischen Gesellschaft sowie im Rat der Europäischen Anwaltschaften (CCBE). Im Jahr 2024 war sie Mitglied der Reformkommission „Zivilprozess der Zukunft“ unter Regie des Bundesjustizministeriums.

Laudatorin Ilona Treibert, Rechtsanwältin und Präsidentin der Rechtsanwaltskammer Bamberg, betont: „Der Preis, den Sabine Fuhrmann erhält, würdigt herausragende Rechtsanwältinnen und Menschen, die sich in besonderem Maße um die Belange von Frauen in Beruf, Justiz, Politik und Gesellschaft verdient gemacht haben oder eine besondere Vorbildfunktion für Anwältinnen innehaben. Wäre die Aufzählung dieser Gründe eine Checkliste, so könnten wir sämtliche Häkchen setzen. Bei Sabine Fuhrmann sind all diese Punkte und auch die Vorbildfunktion keine abstrakte Zuschreibung. Sie sind in ihrem täglichen Handeln sichtbar. Sie zeigen sich in ihrem ehrenamtlichen Engagement. In ihrer Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Sie zeigen sich in Sabine Fuhrmanns Verlässlichkeit. Und in der Selbstverständlichkeit, mit der sie für andere eintritt.“

Die Preisverleihung findet am 10. September in der Mendelssohn-Remise in Berlin statt.

Über den Maria-Otto-Preis

Seit dem Jahr 2010 verleiht der Deutsche Anwaltverein den Maria-Otto-Preis an herausragende Rechtsanwältinnen, aber auch an Personen oder Organisationen, die sich in besonderem Maße um die Belange von Frauen in Beruf, Justiz, Politik und Gesellschaft verdient gemacht haben oder eine besondere Vorbildfunktion für Anwältinnen innehaben. Der Preis geht auf eine Initiative der DAV-Arbeitsgemeinschaft Anwältinnen zurück. Benannt ist der Preis nach Rechtsanwältin Dr. Maria Otto, die 1922 als erste Anwältin in Deutschland zugelassen wurde. Neben einer Urkunde und einer silbernen Anstecknadel erhalten die Preisträger:innen die Trophäe „Vox“ der Berliner Künstlerin Sophia Pompéry, eine Glasskulptur mit eingravierter Struktur eines Kehlkopfes. Die Künstlerin beschreibt ihre Gestaltung als „Hommage an starke Frauen in der Rechtswelt, die ihre Stimmen für andere erheben“.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher AnwaltVerein e.V. (DAV), Littenstr. 11, 10179 Berlin, Telefon: 030 7261520

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