Maschinenbauindustrie blickt optimistisch in das zweite Halbjahr / Hannover Messe hat technologische Kompetenz und Innovationskraft des Maschinenbaus eindrucksvoll unterstrichen
(Frankfurt am Main/Hannover) - "Bei den deutschen Maschinen- und Anlagenbauern herrschte auf der Hannover Messe 2012 eine äußerst optimistische Stimmung", kommentierte Dr. Hannes Hesse, Hauptgeschäftsführer des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) am Freitag den diesjährigen Verlauf der weltgrößten Industrieschau in Hannover. "Die Hannover Messe - als Konjunkturbarometer für den Maschinenbau - lässt uns sehr optimistisch in das zweite Halbjahr blicken."
Die Abbildung der Technologieketten auf der Hannover Messe hat die technologische Kompetenz und Innovationskraft des Maschinenbaus eindrucksvoll unterstrichen. "Die starke Präsenz des Gastlandes China zeigt uns deren rasante Aufholjagd", erklärte Hesse.
Hannover Messe ist "feste Größe" für Maschinenbauer
"Wir werten die diesjährige Hannover Messe als Erfolg", sagt Hans-Jochen Beilke, Vorsitzender der Geschäftsführung der ebm-papst Gruppe. "Wir hatten vielversprechende internationale Gespräche, u.a. mit Vertretern des chinesischen Partnerlandes. Die Stimmung ist gut, und wir rechnen mit einem Aufschwung im dritten Quartal. Die Hannover Messe insgesamt bleibt für uns eine feste Größe."
"Die Hannover Messe hat unsere Erwartungen erfüllt. Sowohl Resonanz in der Halle als auch Fachgespräche auf unserem Stand sind gut. Erfreulich ist auch der erhöhte Besucheranteil aus dem Partnerland China. Aufgrund der Projektgespräche gehen wir von einem guten Nachmessegeschäft aus", berichtet Lothar Zimmer, ifm electronic.
"Die Marke Hannover Messe hat wieder an Strahlkraft gewonnen. Die Messe ist dieses Jahr das Forum für Zukunftsthemen, wie Metropoliten Solutions, Mobilitec oder regenerative Energieversorgung. Dies zeigt auch die steigende Zahl der internationalen Besucher", so Angela Josephs, Phoenix Contact.
Industrial Automation überzeugt als internationale Technologieplattform
Erneut stellen die deutschen Antriebstechniker ihre Leistungsfähigkeit und Lösungskompetenz in der Industrial Automation unter Beweis."Mit unseren Bausteinen, Komponenten und Systemen der Automatisierungstechnik ermöglichen wir energieeffiziente Automationslösungen. Die ganze Welt setzt auf deutsche Technologien, denn die beste Maschine, die beste Anlage, lässt sich nur mit besten Teilsystemen und Komponenten realisieren", so Hartmut Rauen, Mitglied der VDMA-Hauptgeschäftsführung und Geschäftsführer der VDMA Fachverbände Antriebs- und Fluidtechnik. Ob Energieeffizienzmotoren, optimierte Pneumatik oder intelligent steuerbare Linearachsen - deutsche Anbieter überzeugen mit ihren ganzheitlichen Engineering-Lösungen. "Das Partnerland China, als wichtigster Absatzmarkt, ist vor allem auch an solchen greentelligence-Lösungen interessiert", berichtet Rauen. Die deutschen Anbieter passen sich hierbei auf die jeweiligen Marktbedürfnisse an.
"Die Industrial Automation überzeugt auch dieses Jahr als internationale Technologieplattform. Wichtig ist für uns, die Maschinenbaulösungen - gerade auch die Energieeffizienztechnologien - der Politik zugänglich zu machen", erklärte Rauen. So waren Günther Oettinger, EU Kommissar für Energie, und Reinhard Bütikofer, MdEP Die Grünen, begeistert, wie weit die deutsche Maschinenbauindustrie auf diesem Gebiet schon ist. "Deutschland muss seiner Verantwortung als Leitanbieter Rechnung tragen, auf Basis der hohen technologischen Kompetenz und der weltweiten Vernetzung. Der Exportweltmeister muss voran gehen", so Rauen. Dies belege auch die "Blue Competence"-Initiative des Maschinenbaus.
Mobilitec: Forschungsnetzwerke besonders gefragt
Das besondere Interesse der Besucher der Mobilitec galt in diesem Jahr den Forschungsnetzwerken "E-Motive" und dem Technologietransfer vom Maschinenbau in die Automotive Applikation. So überzeugte ein E-Antrieb eines Staplers in einer automotiven Applikation.
Die Mobilitec begeisterte aber auch den Ingenieurnachwuchs, der gezielt über die Messe geführt wurde. "Die jungen Besucher interessierten sich vor allem für die Berufsbilder, die für die elektromobile Zukunft interessant sind. Und sie hatten vor allem Augen für E-Fahrräder, E-Motoräder, E-Autos oder auch für die "ExoHand" von Festo, die zeigt, wie Mensch und Maschine in Zukunft zusammenarbeiten", so Rauen.
China - Partner der deutschen Zulieferindustrie
Auch in Zukunft wird China einer der wichtigsten Handelspartner der deutschen Antriebs- und Fluidtechnik bleiben. Das deutsche Know-How ist bei den chinesischen Kunden beliebt und gefragt. "Unsere Unternehmen haben in China Produktionen und erfolgreiche Joint Ventures. In der Antriebstechnik sind ca. 30 Unternehmen mit rund 45 Niederlassungen in China aktiv, von Seiten der Fluidtechnik mehr als 25 Unternehmen mit rund 60 Niederlassungen. Diese Zusammenarbeit wird weiter ausgebaut", prognostiziert Rauen nach intensiven Gesprächen mit Gästen des Partnerlandes China.
Im Bereich der Antriebstechnik war China 2011 der wichtigste Absatzmarkt mit 10,9 Prozent Anteil am deutschen Gesamtexport neben den USA mit 10,6 Prozent. Die Antriebstechnik-Exporte nach China sind damit seit 2006 (612 Mio. Euro) auf 1,37 Mrd. Euro in 2011 angestiegen, das bedeutet in fünf Jahren mehr als eine Verdoppelung.
Security ist in der Industrieautomation angekommen
Für die Arbeitsgemeinschaft Produkt- und Know-how-Schutz des VDMA verlief die Messe ausgezeichnet. Die Präsentation innovativer Technologien auf dem Gemeinschaftsstand "Product Protection" hatte deutlich mehr Besucher als im Vorjahr. Nicht zuletzt durch die Veröffentlichung der neuen VDMA Studie zur Produktpiraterie konnte eine hohe Medienpräsenz für das Thema festgestellt werden. "Das Thema Security ist in der Industrieautomation angekommen", stellte Oliver Winzenried, Vorstandsvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft und Vorstand der WIBU-SYSTEMS AG, fest. Wegweisende Geschäftsabschlüsse sprechen für ihn ein deutliches Bild. Zudem freute er sich über erfolgreiche Aktivitäten: "Die Infotage der Arbeitsgemeinschaft zeigten wieder einmal innovative Anwendungsbeispiele der Schutztechnologien."
Digital Factory - Megatrend "Industrie 4.0" revolutioniert Fertigungstechnik
Aussteller- und Besucherzahlen belegen eindeutig, dass die Halle 7 - der neue Standort der Digital Factory - die richtige Entscheidung war. Durch den Umzug wird die Digital Factory als eigenständige Fachmesse besser wahrgenommen. "Wir gehen davon aus, dass die Digital Factory in Zukunft die komplette Halle belegen wird", erklärte Rainer Glatz, Geschäftsführer VDMA Software. "Auf großes Interesse ist auch das Thema 'Industrie 4.0' gestoßen. Auch hier bietet der Umzug ideale Voraussetzungen für eine stärkere Annäherung an die Automations- und Produktionswelt", betonte Glatz. Vorrangiges Ziel der Industrie 4.0 ist es, die Produktivität in jedem Bereich der Industrie zu steigern. "Durch Software für die intelligente Vernetzung der einzelnen Produktionsschritte kommt eine nie gekannte Dynamik und Effizienz in die Produktionsprozesse."
Quelle und Kontaktadresse:
Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA)
Pressestelle
Lyoner Str. 18, 60528 Frankfurt am Main
Telefon: (069) 66030, Telefax: (069) 66031511
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