NABU begrüßt SPD-Vorstoß für mehr Klimaanpassung
(Berlin) - Der NABU begrüßt den Vorstoß der SPD für einen besseren Umgang mit den Folgen des Klimawandels. Sie enthalten wichtige Ansätze, um Deutschland besser auf Hitze, Dürre, Niedrigwasser und andere Klimafolgen vorzubereiten. Dazu sagt NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger:
„Hitze, Dürre und Niedrigwasser zeigen immer deutlicher, wie dringend wir unsere Gesellschaft und unsere Natur auf die Folgen der Klimakrise vorbereiten müssen. Ein nationaler Hitzeaktionsplan, ein Sofortprogramm für Klimaanpassung und Hitzeschutz sowie eine verlässliche und langfristige Finanzierung sind deshalb wichtige und überfällige Schritte.
Besonders begrüßen wir den Vorschlag, Klimaanpassung und Naturschutz als Gemeinschaftsaufgabe im Grundgesetz zu verankern. Damit könnte der Bund Länder und Kommunen dauerhaft und verlässlich bei der Vorsorge gegen Hitze, Dürre, Hochwasser und andere Klimafolgen unterstützen. Klimaanpassung darf nicht vom finanziellen Spielraum einzelner Kommunen abhängen.
Ebenso wichtig ist die Stärkung der natürlichen Infrastruktur. Dürre und Niedrigwasser zeigen, wie verletzlich unsere Wasserhaushalte geworden sind. Wenn Flüsse und Böden austrocknen, geraten Natur, Landwirtschaft, Wirtschaft und die Wasserversorgung unter Druck. Wir müssen deshalb Wasser stärker in der Landschaft halten, statt es möglichst schnell abzuleiten. Intakte Moore, Auen und Böden sind dafür entscheidend. Sie speichern Wasser in niederschlagsreichen Zeiten und geben es in Trockenperioden langsam wieder ab. Das geplante Gesetz zur Stärkung der Natürlichen Infrastruktur kann dafür wichtige Grundlagen schaffen.
Klimaanpassung und Naturschutz gehören zusammen. Moore, Auen, Wälder, Böden und Stadtbäume sind unsere natürliche Infrastruktur gegen die Folgen der Klimakrise. Sie helfen, Wasser zurückzuhalten, schützen vor Dürre und Hochwasser und sorgen für Abkühlung in unseren Städten.
Die geplante Gemeinschaftsaufgabe Klimaanpassung und Naturschutz wäre ein wichtiger Schritt, um Vorsorge dauerhaft zur gesamtstaatlichen Aufgabe zu machen. Jetzt muss aus den Vorschlägen verbindliches Handeln werden, mit konkreten Maßnahmen, klaren Zuständigkeiten und ausreichend finanziellen Mitteln.“
Quelle und Kontaktadresse:
Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU), Charitéstr. 3, 10117 Berlin, Telefon: 030 284 984-0
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