Pressemitteilung |

Paritätischer Krankenhaustag 2003 / Stolterfoht fordert Öffnung des Fallpauschalensystems für besondere Behandlungsformen

(Frankfurt am Main) - Der Paritätische Wohlfahrtsverband hat gefordert, die Anfang des Jahres im Krankenhausbereich eingeführte Abrechnung nach diagnoseorientierten Fallpauschalen so zu öffnen, dass auch besondere Therapie- und Behandlungsformen wie neurologische Frührehabilitation, anthroposophische Medizin und manuelle Therapie von den Kliniken mit den Kassen abgerechnet werden können.

Verbandsvorsitzende Barbara Stolterfoht betonte beim Paritätischen Krankenhaustag in Berlin, dass sich zahlreiche der 100 Kliniken, die dem Verband angeschlossen sind, der möglichst optimalen Versorgung schwer kranker und behinderter Patienten mit besonderem Behandlungsbedarf verpflichtet sähen. Dies erfordere aber auch besondere Behandlungsformen, deren Vergütung über das diagnosebezogene Fallpauschalensystem hinaus gewährleistet werden müsse.

Der Staatssekretär im Gesundheitsministerium, Heinrich Tiemann, betonte, die jetzt geltenden Fallpauschalen seien nur eine "Einstiegsversion". Sie seien sehr kurzfristig eingeführt worden und lehnten sich größenteils an das australische Abrechnungssystem an.

Als "lernendes System" werde die Fallpauschalenregelung an die Verhältnisse im deutschen Gesundheitssystem angepasst. Bereits jetzt beteiligt sich die Hälfte der Paritätischen Krankenhäuser auf freiwilliger Basis an dem neuen Abrechnungssystem. Verpflichtend gilt es ab 2004. Nach Angaben des Ministeriums haben sich bundesweit mehr als 1200 Kliniken - rund 60 Prozent - bereit erklärt, schon dieses Jahr auf freiwilliger Basis nach dem Fallpauschalensystem mit den Kassen abzurechnen.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband - Gesamtverband e.V. - Heinrich-Hoffmann-Str. 3 60528 Frankfurt Telefon: 069/67060 Telefax: 069/67062 04

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