Postbank-Streiks werden fortgesetzt: Frank Bsirske heute bei Kundgebung in Köln - Andrea Kocsis Montag in Bonn / Beate Mensch in Hannover
(Berlin) - Die Streiks bei der Postbank und ihren Tochterunternehmen werden fortgesetzt. Am 2.12. beteiligen sich rund 3.500 Beschäftigte und damit ebenso viele wie am Vortag. Dazu kommen mehrere Tausend Beamtinnen und Beamte sowie Tarifbeschäftigte, die an Aktionen und Kundgebungen teilnehmen. Der Streik wird an einzelnen Standorten auch am Sonnabend sowie bundesweit am Montag, dem 5. Dezember, fortgesetzt.
"Wenn die Streiks nicht ausreichen, werden wir nachlegen - in das Weihnachtsgeschäft hinein", erklärte der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske heute bei einer Kundgebung in Köln. Die Pläne des Konzerns seien ein "Generalangriff auf die Arbeits-, Entlohnungs- und Lebensbedingungen der Beschäftigten".
Am Montag, dem 5. Dezember, spricht Beate Mensch, zuständiges Bundesvorstandsmitglied für Finanzdienstleistungen, zu Streikenden in Hannover. Die stellvertretende ver.di-Vorsitzende Andrea Kocsis, im ver.di-Bundesvorstand unter anderem für die Postdienste zuständig, wird bei einer Kundgebung in Bonn reden.
Die Streiks richten sich gegen die Pläne des Postbank-Vorstands, im Rahmen der Integration in den Deutsche Bank-Konzern Bereiche der Postbank in neue Gesellschaften zu wesentlich schlechteren Bedingungen auszugliedern. Diese Pläne wurden zunächst für den Bereich der Kreditabwicklung vorgestellt, sollen jedoch auf zahlreiche weitere Bereiche ausgedehnt werden. Dabei sind drastische Einschnitte wie die Ausweitung der Arbeitszeit, die Kürzung des Jahresurlaubs und eine massive Absenkung der Gehälter vorgesehen.
ver.di fordert in den zurzeit laufenden Tarifverhandlungen einen Überleitungstarifvertrag für alle betroffenen Beschäftigten der Postbank AG und ihrer Töchter. So sollen die bisher bestehenden Tarifverträge in der jeweiligen Fassung weitergelten. Eine weitere ver.di-Forderung sind zehn Arbeitszeitverkürzungstage wegen der stetig zunehmenden Arbeitsbelastung; die Arbeitgeber haben eine Erhöhung der Wochenarbeitszeit gefordert.
Quelle und Kontaktadresse:
ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft, Bundesvorstand
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