Präventive Knochendichtemessung: sinnvoll für Patientinnen, kostensparend für Kassen / Knochendichtemessung - Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) fordert eine präventive Osteodensitometrie (Knochendichtemessung) für Frauen ab 55.
(Berlin) - Rund 80.000 Frauen erleiden jedes Jahr aufgrund mangelnder Knochendichte eine Hüftfraktur, etwa 20.000 weitere ziehen sich Wirbelkörperfrakturen zu. In einem Großteil der Fälle ist ein nicht ungefährlicher - viele Betroffene werden nach der Operation pflegebedürftig - und kostenintensiver chirurgischer Eingriff die Folge. "Mit der präventiven Osteodensitometrie kann man mit relativ wenig Aufwand und absolut überschaubaren Kosten eine sehr große Wirkung erzielen, die betroffenen Frauen viel Leid erspart. Wir fordern deshalb die Krankenkassen auf, die Knochendichtemessung als einmalige Präventionsmaßnahme für Frauen ab 55 Jahren in ihren Leistungskatalog aufzunehmen", verlangte der KBV-Vorstandsvorsitzende, Dr. Andreas Köhler.
Bisher lehnen es die gesetzlichen Krankenkassen ab, die Kosten für eine Osteodensitometrie als Präventivmaßnahme zu übernehmen. Sie befürworten in der Regel erst nach einem Knochenbruch eine solche Messung. Dabei würde sich dies finanziell für sie rechnen: Die in der Regel operative Versorgung kostet pro Hüftfraktur etwa 14.000 Euro. Insgesamt beläuft sich die finanzielle Belastung für die Krankenkassen auf zirka 1,2 Milliarden Euro jährlich. Eine von den Krankenkassen anerkannte medikamentöse Therapie nach erfolgter Knochendichtemessung dagegen schlägt für drei Jahre lediglich mit rund 600 Euro zu Buche.
Mangelnde Knochendichte ist häufig die Ursache von Knochenbrüchen. Anhand einer präventiven Osteodensitometrie können jedoch, noch bevor es zu einem Bruch kommt, Aussagen über die Knochendichte und über das Risiko einer Fraktur gemacht werden. Eine rechtzeitige medikamentöse Therapie kann dieses Risiko deutlich mindern und bis zur Hälfte dieser Brüche vermeiden.
Diese für Patienten hochrelevanten Nutzenhinweise ergeben sich durch die Auswertung der aktuellen wissenschaftlichen Literatur durch das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG) aus dem Jahr 2010.
Quelle und Kontaktadresse:
Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), Körperschaft des öffentlichen Rechts
Dr. Roland Stahl, Pressesprecher
Herbert-Lewin-Platz 2, 10623 Berlin
Telefon: (030) 4005-0, Telefax: (030) 4005-1093
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