Pressemitteilung | Deutscher Kulturrat e.V.
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Reformationstag: Morgen ist Halbzeit der Reformationsdekade / Bis zum 31.10.2017 muss über gesellschafts- und kulturpolitische Bedeutung des Reformationsjubiläums gestritten werden

(Berlin) - Morgen in fünf Jahren jährt sich am Reformationstag zum fünfhundertsten Mal der Thesenanschlag von Martin Luther an der Wittenberger Schlosskirche. Der 31.10.2017 wird der Höhepunkt der Feierlichkeiten zum Reformationsjubiläum sein.

Welche Bedeutung das Reformationsjubiläum für Deutschland, für die sogenannten Kernländer der Reformation, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen, aber vor allem für den Kulturbereich und die Gesellschaft hat, wird seit September 2008 in der regelmäßig erscheinenden Luther 2017-Kolumne in Politik & Kultur, der Zeitung des Deutschen Kulturrates, erörtert. Bekannte Persönlichkeiten aus der Politik wie Kulturstaatsminister Bernd Neumann, der Thüringische Kultusminister Christoph Matschie, die Staatsministerin im Auswärtigen Amt Cornelia Pieper, der Landtagsabgeordnete André Brie setzen sich mit dem Thema ebenso auseinander wie die Historiker Heinz Schilling und Johannes Süßmann oder Theologen wie Wolfgang Huber und Christoph Markschies. Aus dem Kultur- und Medienbereich melden sich zu Wort die Vizepräsidentin des Deutschen Kulturrates Regine Möbius oder der Hörfunkdirektor des MDR Johann Michael Möller.

Sie und viele andere mehr befassen sich mit der Frage, was das fünfhundertste Reformationsjubiläum bedeutet. Ist es ein Anlass zum Feiern? Ist es eine willkommene Gelegenheit zur touristischen Vermarktung Mitteldeutschlands? Ist die Reformation in erster Linie ein kirchliches Ereignis aufgrund der Abspaltung der Evangelischen von der Katholischen Kirche oder geht es um gesellschafts- und kulturpolitische Fragen?

Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, sagte: "Morgen ist Halbzeit der Reformationsdekade. In fünf Jahre werden, wenn die Planungen der Veranstalter aufgehen, Touristenströme in Deutschland die Gedenkstätten der Reformation aufsuchen. Doch muss das Reformationsjubiläum mehr sein als eine lebendige Geschichtsstunde. Das Reformationsjubiläum gibt Anlass, um über den Bruch vom Übergang des Mittelalters zur Neuzeit, zur Bedeutung der nachfolgenden Aufklärung für Kultur und Gesellschaft und den Stellenwert von Religion in einer vermeintlich säkularisierten Gesellschaft nachzudenken. In den kommenden fünf Jahren gilt es, eine gesellschafts- und kulturpolitische Debatte zur Bedeutung des Reformationsjubiläums zu führen. Der morgige Reformationstag ist ein guter Anlass, diese Diskussion mit Energie und Leidenschaft anzufachen."

Die bisher erschienen Luther 2017-Kolumnen könnten hier nachgelesen werden: http://www.kulturrat.de/text.php?rubrik=89

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Kulturrat e.V. Stefanie Ernst, Referentin, Öffentlichkeitsarbeit Chausseestr. 103, 10115 Berlin Telefon: (030) 24728014, Telefax: (030) 24721245

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