Schlecker-Insolvenz / Arzneimittel gehören in die inhabergeführte Apotheke
(Stuttgart) - Die Berichte über die Insolvenz der Drogeriemarktkette Schlecker werden auch von der Apothekerschaft diskutiert. Der Präsident des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg Fritz Becker positioniert sich so:
"Mit tut es um die Mitarbeiter leid, die durch die Insolvenz ihre Jobs verlieren werden, weil auch im Drogerie-Sektor, wie in den Apotheken, hauptsächlich Frauen beschäftigt sind. Auf der anderen Seite sehe ich umso deutlicher unseren Standpunkt bestätigt, dass die Arzneimittelversorgung der Menschen über Pick-up in Drogerien und in Kettenstrukturen nicht gewährleistet werden kann. Geht eine Kette pleite, so ist die Versorgung auf einer unüberschaubar großen Fläche nicht mehr gewährleistet: Städte, Landkreise oder Bundesländer wären in der Versorgung mit Arzneimitteln zumindest schwer gestört. Bei Waschmitteln und Zahnpasta mag das hinnehmbar sein - bei Arzneimitteln muss es jedoch bei der wohnortnahen, direkten Versorgung bleiben. Das geht nur über die inhabergeführte Vor-Ort-Apotheke. Die ist mit höchster fachlicher Kompetenz für die Patienten da, deckt 365 Tage des Jahres auch mit Nacht- und Notdienst ab, fertigt Rezepturen und liefert kostenfrei Arzneimittel bis ans Krankenbett, wenn das erforderlich ist."
Der Landesapothekerverband Baden-Württemberg e. V. setzt sich für die unabhängige Beratung von Patienten, Gesundheitsprävention und die sichere Abgabe von Arzneimitteln ein. In Baden-Württemberg gibt es rund 2.700 öffentliche Apotheken. Der Verband vertritt die wirtschaftlichen und politischen Interessen seiner Mitglieder. Um das Wohl der Patienten kümmern sich im Land neben den approbierten Apothekerinnen und Apothekern auch rund 15.000 Fachangestellte, überwiegend Frauen, in Voll- oder Teilzeit.
Quelle und Kontaktadresse:
Landesapothekerverband Baden-Württemberg e.V.
Pressestelle
Hölderlinstr. 12, 70174 Stuttgart
Telefon: (0711) 22334-0, Telefax: (0711) 22334-97
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