Schluss mit Pflege-Placebos: Beratung ersetzt keine Versorgung
(Berlin) - Nur drei Prozent der Leistungsbeziehenden greifen auf die gesetzliche Pflegeberatung der Pflegekassen zurück. Trotzdem setzt die Bundesregierung in der Pflegereform auf neue Begleit- und Beratungsangebote. Der Arbeitgeberverband Pflege (AGVP) kritisiert: Pflegebedürftige brauchen Versorgung, keine Pflege-Placebos.
Dazu erklärt AGVP-Präsident Thomas Greiner: „Nur drei Prozent der Pflegebedürftigen nutzen die Pflegeberatung der Kassen, also fast niemand. Das Problem ist nicht fehlende Beratung, sondern fehlende Versorgung durch Überregulierung.
Beratung ersetzt keine Pflege, Orientierung ersetzt keinen Pflegedienst, ein digitales Cockpit ersetzt keinen Pflegeheimplatz. Wenn Oma gestürzt und Opa überfordert ist, wünschen sich Familien keinen Wegweiser, sondern konkrete Hilfe.
Die Pflegepolitik muss endlich weg von diesen Nebenschauplätzen. Wer die Pflegewelle der Babyboomer bewältigen will, muss Versorgung durch Heime und Dienste ermöglichen – mit besseren Investitionsbedingungen, fairem Wettbewerb und weniger Regulierung.“
Quelle und Kontaktadresse:
Arbeitgeberverband Pflege e.V. (AGVP), Andrea Renatus, Geschäftsstellenleiter(in) Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Reinhardtstr. 3, 10117 Berlin, Telefon: 030 6780637-0
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