Pressemitteilung |

Statistisches Jahrbuch 2003: Weniger Kinder - mehr Handys

(Wiesbaden) - "Das Statistische Jahrbuch ist das "Informations-Grundbuch" für Bürger und Entscheidungsträger über Zustand und Entwicklung von Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur". Dies sagte der Präsident des Statistischen Bundesamtes, Johann Hahlen, am 7. Oktober in Berlin bei der Vorstellung des Statistischen Jahrbuchs 2003. Mit dem Jahrbuch hat Hahlen auch erste Ergebnisse aus dem im Januar diesen Jahres durchgeführten Einführungsinterview der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe 2003 zur wirtschaftlichen und sozialen Situation der Privathaushalte in Deutschland bekannt gegeben.

Nachstehend einige Eckwerte zur Struktur und Entwicklung der Bevölkerung:

– Deutschland hat heute 82,5 Mill. Einwohner, davon sind 24 Prozent (20,1 Mill.) über 60 Jahre alt und 4 Prozent (3,4 Mill.) 80 Jahre und älter. In den nächsten Jahrzehnten wird die Bevölkerung jedoch schrumpfen und vor allem dramatisch altern. Im Jahr 2050 werden diese Anteile bei 37 Prozent (27,6 Mill.) bzw. 12 Prozent (9,1 Mill.) liegen.

– Im Jahr 2002 sind erstmals seit 1997 wieder weniger Menschen von Ost- nach Westdeutschland gezogen als im Vorjahr. Die neuen Länder verloren per Saldo rund 81 000 Personen an den Westen. Die Nettoabwanderung aus Ostdeutschland beträgt damit seit 1990 insgesamt 1,1 Mill. Menschen.

– Ende Dezember 2002 lebten rund 7,3 Mill. Ausländerinnen und Ausländer in Deutschland, das sind 8,9 Prozent der Gesamtbevölkerung. Im Jahr 2002 gab es 155 000 Einbürgerungen ausländischer Personen, während im Jahresdurchschnitt von 1994 bis 1999 vor Reform des Staatsangehörigkeitsrechts 92 000 Einbürgerungen erfolgten.

Die aktuellen Ergebnisse aus dem Einführungsinterview der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe 2003 zeigen zur Situation der Privathaushalte u.a.:

- In 65 Prozent aller Privathaushalte in Deutschland leben keine Kinder. Allein in Einpersonenhaushalten lebten zu Jahresbeginn 2003 13,7 Mill. Frauen und Männer. Das waren 36 Prozent aller privaten Haushalte. Gegenüber 1993 (33 Prozent) hat die Zahl der Einpersonenhaushalte weiter zugenommen. Paare ohne Kinder machen 29 Prozent aller Privathaushalte in Deutschland aus.

– Die durchschnittliche Haushaltsgröße ist von 1993 mit 2,3 Personen je Haushalt auf aktuell 2,1 Personen gesunken.

– Der Ausstattungsgrad der Haushalte mit Mobiltelefonen stieg zwischen 1998 und 2003 von 11 Prozent auf 73 Prozent. Auch bei PC und Internetanschlüssen hat sich in den letzten fünf Jahren in den deutschen Haushalten ein beachtlicher Ausstattungsschub vollzogen. 61 Prozent der Haushalte hatten am 1. Januar 2003 einen PC gegenüber 39 Prozent im Jahr 1998. Mittlerweile haben 46 Prozent der Privathaushalte in Deutschland einen Internetanschluss (1998: 8 Prozent).

– Die Zahl der Personenkraftwagen in Privathaushalten ist Anfang 2003 auf knapp 39 Mill. gestiegen (1998: 36 Mill.). Der Ausstattungsgrad erhöhte sich von 75 Prozent auf 77 Prozent. Dabei ist ein Trend zum Gebrauchtwagen erkennbar. Der Anteil der mit Gebrauchtwagen ausgestatteten Haushalte nahm zwischen 1993 und 2003 von 40 Prozent auf 47 Prozent zu. Gleichzeitig verringerte sich der Anteil der Haushalte mit neu erworbenen Pkw von 37 Prozent auf 35 Prozent.

– Zu Beginn des Jahres 2003 wohnten 16,3 Mill. Haushalte oder 43 Prozent aller Haushalte in Deutschland im eigenen Haus oder in der eigenen Wohnung. 1998 lebten 14,8 Mill. bzw. 40 Prozent der Haushalte in den eigenen vier Wänden. Die auf den Nachwuchs entfallende Wohnfläche reicht von durchschnittlich 16,5 m2 bei Paaren mit einem Kind (16,3 Prozent der verfügbaren Wohnfläche) bis zu 40,2 m2 bei Paaren mit drei Kindern (29,3 Prozent). Bei Haushalten, in denen Kinder leben, steigt die Wohnfläche für den Nachwuchs ab dem zweiten Kind im Schnitt um jeweils 12 m2.

Das Statistische Jahrbuch 2003 für die Bundesrepublik Deutschland und für das Ausland können im Buchhandel, über die SFG Servicecenter Fachverlage GmbH, Postfach 4343 in 72774 Reutlingen (www.s-f-g.com, destatis@s-f-g.com) oder im Statistik-Shop auf der Internet-Seite des Statistischen Bundesamtes (www.destatis.de/shop) bestellt werden, und zwar:

– beide Jahrbücher im Schuber mit der CD-ROM zum Vorzugspreis von 84,- Euro (Bestell-Nr. 1010100-03700, ISBN 3-8246-0687-9),

– das Statistische Jahrbuch 2003 für die Bundesrepublik Deutschland zum Preis von 67,- Euro (Bestell-Nr. 1010110-03700, ISBN: 3-8246-0688-7),

– das Statistische Jahrbuch 2003 für das Ausland zum Preis von 31,- Euro (Bestell-Nr. 1010120-03700, ISBN: 3-8246-0689-5) und

– das Statistische Jahrbuch 2003 für die Bundesrepublik Deutschland und für das Ausland auf CD-ROM zum Preis von 27,- Euro (Bestell-Nr. 8000002-03700, ISBN: 3-8246-0690-9).

Journalisten erhalten Rezensionsexemplare des Statistischen Jahrbuchs 2003 bei der Pressestelle des Statistischen Bundesamtes (Telefon: 0611/75-3444, E-Mail: presse@destatis.de).

Weitere Auskünfte erteilen:

Zum Statistischen Jahrbuch: Peter Knoche, Telefon: (0611) 75–2809, E-Mail: peter.knoche@destatis.de

Zur EVS 2003: Auskunftsdienst "Wirtschaftsrechnungen und Zeitbudgets", Telefon: (01888) 644–8880, Zweigstelle Bonn, E-Mail: ixc-info@destatis.de

Quelle und Kontaktadresse:
Statistisches Bundesamt – Destatis Pressestelle Gustav-Stresemann-Ring 11 65189 Wiesbaden Telefon: 0611/75-2302 Telefax: 0611/753976

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