Stromversorgung nach Beschluss zum vorzeitigen Ausstieg aus Kernenergie / Fasbender: "Wer abschaltet, muss auch anschalten! Block 6 des Kohlekraftwerks Staudinger und Gaskraftwerk in Mecklar-Marbach rasch bauen."
(Frankfurt am Main) - "Wenn die Politik Kernkraftwerke als unsicher bewertet und abschalten will, hat sie nun die Verantwortung, zu gewährleisten, dass der vorzeitige Verzicht auf die Kernkraft nicht zu häufigeren Stromausfällen führt und den Produktions- und Investitionsstandort Hessen schwächt", erklärte Volker Fasbender, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU).
Die Wirtschaft begrüße zwar den Wandel hin zu mehr erneuerbaren Energien und höherer Energieeffizienz, warne aber vor kurzfristigen Risiken der Energiewende. "Da Industrie und Gewerbe mehr als die Hälfte des Stroms in Deutschland nutzen, fordern wir Sicherungen auf dem Weg in ein regeneratives Energiezeitalter. Dazu gehört die Möglichkeit zum Nachjustieren, wenn Gefahren für die Stromversorgung erkennbar sind - etwa durch Netzinstabilitäten oder Verzögerungen beim Neubau grundlastfähiger Kohle- und Gaskraftwerke", so Fasbender. Im Zweifelsfall sollten Kernkraftwerke, die als sicher eingestuft sind, lieber ein Jahr länger als kürzer laufen.
Fasbender: "Wer abschaltet, muss auch anschalten! Wer Biblis A und B und andere Kernkraftwerke im Süden abschaltet, muss alles dafür tun, dass E.ON den Block 6 des Kohlekraftwerks Staudinger tatsächlich baut. Ebenso willkommen ist der geplante Neubau des Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerks in Mecklar-Marbach." Beide Kraftwerke würden zusammen eine - gegenüber heute - zusätzliche Strommenge von maximal knapp 8 Terawattstunden (TWh) pro Jahr erzeugen, die allerdings weniger als halb so groß sei wie die maximale Jahresstromerzeugung der beiden Reaktoren in Biblis in Höhe von 17 TWh.
Schließlich bekräftigte Fasbender die VhU-Forderung nach einer schnelleren Planung und Genehmigung des Ausbaus der Übertragungsnetze als auch der regionalen Verteilnetze: "Sonst ist die Grundlastversorgung mit Strom nicht gewährleistet, weil unser Strom zunehmend dezentral und wetterabhängig außerhalb Hessens erzeugt wird." Die teure Erdverkabelung solle kein Regelfall werden. Nötig seien auch genügend Stromspeicher für den volatilen Sonnen- und Windstrom.
Quelle und Kontaktadresse:
Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e.V. (VhU)
Dr. Ulrich Kirsch, Leitung, Presse und Kommunikation
Emil-von-Behring-Str. 4, 60439 Frankfurt am Main
Telefon: (069) 95808-0, Telefax: (069) 95808-126
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