Tarifverhandlungen mit kommunalen Krankenhausträgern / Reinhardt: Arbeitszeitverstöße müssen in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt werden
(Berlin) - Das Thema "Arbeitszeit" ist nach Überzeugung des Vorsitzenden des Hartmannbundes, Dr. Klaus Reinhardt, in den kommenden Jahren neben angemessenen Gehaltserhöhungen die zentrale Herausforderung der Tarifauseinandersetzungen zwischen Ärzten und Klinikträgern. Es sei deshalb richtig, den Arbeitszeit-Komplex in den Mittelpunkt der für den Januar vorgesehenen Tarifverhandlungen mit den kommunalen Krankenhäusern zu stellen. "Die Tarifparteien sind allerdings gefordert, nicht nur auf dem Papier bessere Arbeitsbedingungen zu vereinbaren, sondern diese auch entsprechend umzusetzen. Lippenbekenntnisse helfen uns nicht weiter", sagte Reinhardt mit Blick auf die noch immer unbefriedigende Situation in vielen Kliniken.
Der Hartmannbund hatte vor diesem Hintergrund zuletzt auf seiner Hauptversammlung in Potsdam die konsequente Umsetzung einer objektiven manipulationsfreien Arbeitszeiterfassung gefordert. Denn auch die Umfrage des Verbandes unter seinen Assistenzärztinnen und -ärzten hatte bereits gezeigt, dass bei 45 Prozent - und damit nahezu der Hälfte der Befragten - die arbeitszeitrechtlichen Regelungen missachtet werden. Reinhardt: "Hier muss sich endlich etwas bewegen. Die aktuellen Tarifverhandlungen sind daher vor allem die Chance, den Fokus der Öffentlichkeit erneut auf dieses Problem zu lenken und den dringenden Handlungsbedarf aller Beteiligter aufzuzeigen."
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Hartmannbund - Verband der Ärzte Deutschlands e.V., Hauptgeschäftsstelle
Pressestelle
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