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Untersuchung bestätigt: Betriebsrenten erleben Renaissance

(Berlin) - Die Zwischenergebnisse eines vom Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung in Auftrag gegebenen Forschungsvorhabens bestätigen jetzt die Auffassung der meisten Fachleute, dass die betriebliche Altersversorgung eine echte Renaissance erlebt. Rund 10 Millionen Arbeitnehmer in der Privatwirtschaft haben mittlerweile Anspruch auf eine Betriebsrente. „Die Studie zeigt, dass mit der Rentenreform 2001 die Basis für eine flächendeckende Ausbreitung unseres Betriebsrentensystems gelegt worden ist“, sagte der Staatssekretär im Bundessozialministerium, Franz Thönnes.
Die wichtigsten Ergebnisse der von Infratest Sozialforschung München durchgeführten Untersuchung:
Ende März 2003 verfügten ca. 42 Prozent aller Beschäftigten in der Privatwirtschaft über eine betriebliche Altersversorgung, gegenüber 29 Prozent im April 2001. Das entspricht einer Steigerung von ca. 45 Prozent. Die absolute Zahl der Arbeitnehmer in der Privatwirtschaft mit Anspruch auf eine Betriebsrente beträgt nunmehr ca. 9,6 Mio.

Die Steigerung hat zu Beginn dieses Jahres noch an Dynamik gewonnen. Sie ist in den neuen Bundesländern sowie bei Frauen besonders hoch. Am dynamischsten verläuft die Entwicklung in Wirtschaftsbranchen, in denen obligatorische oder aus Sicht der Beschäftigten günstige tarifvertragliche Vereinbarungen getroffen wurden. So ist im Gastgewerbe eine Steigerung von 13 auf 22 Prozent festzustellen, im Bereich der Produktionsgüterindustrie von 39 auf 54 Prozent und bei Nahrung- und Genussmittel von 28 auf 46 Prozent.

Bei den neuen Pensionsfonds haben bis März 2003 bereits ca. 290.000 Arbeitnehmer Versorgungsanwartschaften aufgebaut, obwohl die meisten Fonds erst gegen Ende 2002 den Geschäftsbetrieb aufgenommen haben. Die Zahl der bei Pensionskassen versicherten Beschäftigten hat sich mehr als verdoppelt (von ca. 770.000 auf ca. 1,7 Mio.).

In der Finanzierungsform besteht eine Tendenz weg von der ausschließlich arbeitgeberfinanzierten (von 54 auf 48 Prozent) hin zu gemischten arbeitgeber- und arbeitnehmerfinanzierten Durchführungsformen (von 27 auf 36 Prozent).
Der durchschnittliche Betrag bei der Entgeltumwandlung beträgt ca. 700 € im Jahr.

Quelle und Kontaktadresse:
Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung (BMGS) Referat Information, Publikation, Redaktion Postfach 500 53108 Bonn Tel.: 018 88 52 7 - 0 Fax: 018 88 52 7 - 22 54

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