Verschiebung der Pflegereform für Kostensenkung nutzen
(Berlin) - Der Arbeitgeberverband Pflege (AGVP) fordert, die Verschiebung des Pflegeneuordnungsgesetzes für Nachbesserungen zu nutzen. Steigende Kosten für Pflegebedürftige, Beitragszahlende und Kommunen seien kein Naturgesetz, erklärte der Verband. Eine kostengünstige Pflege sei möglich. AGVP-Präsident Thomas Greiner erklärte: „Steigende Eigenanteile dürfen nicht länger behandelt werden wie ein Naturgesetz.“
Pauschale Vergütungsdeckel für Einrichtungen seien keine Lösung, Kosten auf Pflegebedürftige abzuwälzen ebenso wenig. Statt kostengünstigere Pflege zu ermöglichen, werde sie politisch verteuert, kritisierte Greiner. Damit müsse Schluss sein. Solange starre Personal- und Bauvorgaben die Kosten trieben, würden auch die Eigenanteile weiter steigen.
Wer bezahlbare Pflege wolle, müsse diese Kostentreiber angehen, so Greiner. Nötig seien volle Flexibilität beim Personaleinsatz sowie ein Abbau von Detailsteuerung und überflüssigen Vorgaben. Die Verschiebung der Pflegereform biete die Chance für eine Kostensenkung.
Nach Angaben des Verbandes der Ersatzkassen liegt die durchschnittliche Eigenbeteiligung im ersten Jahr eines Pflegeheimaufenthalts inzwischen bei 3.364 Euro im Monat. Das sind 119 Euro mehr als zu Jahresbeginn. Vor drei Jahren lag der Wert noch bei 2.548 Euro.
Quelle und Kontaktadresse:
Arbeitgeberverband Pflege e.V. (AGVP), Reinhardtstr. 3, 10117 Berlin, Telefon: 030 6780637-0
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