Pressemitteilung | Verband kommunaler Unternehmen e.V. (VKU) - HauptgeschÀftsstelle
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VKU zum UN-Gipfel "RIO+20" / Global denken, kommunal handeln

(Berlin) - 20 Jahre nach dem ersten "Weltgipfel" beraten ab morgen mehr als 100 Staats- und Regierungschefs in Rio de Janeiro ĂŒber die nachhaltige Entwicklung in der internationalen Staatengemeinschaft. Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) begrĂŒĂŸt das ambitionierte Vorhaben der Vereinten Nationen, die Entwicklung der Volkswirtschaften weltweit hin zu einem verstĂ€rkt nachhaltigen Wirtschaften zu beschleunigen. "Kommunale Unternehmen fĂŒhlen sich seit jeher dem Nachhaltigkeitsgedanken verpflichtet und werden auch zukĂŒnftig im Sinne einer verantwortungsvollen und effizienten UnternehmensfĂŒhrung handeln. Dabei kommt dem Umwelt- und Klimaschutz eine große Bedeutung zu", erklĂ€rt VKU-HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer Hans-Joachim Reck.

Mit ihrem mittelstĂ€ndisch geprĂ€gten und gemeinwohlorientierten GeschĂ€ftsmodell sowie ihrer regionalen Verankerung ist es fĂŒr kommunale Unternehmen selbstverstĂ€ndlich, so Reck, "ihr Handeln auf die BedĂŒrfnisse der BĂŒrger auszurichten und unter Schonung der Ressourcen zu wirtschaften. Die Ergebnisse sind tagtĂ€glich vor Ort sichtbar: Kommunale Unternehmen planen und investieren nachhaltig und kontinuierlich in Infrastrukturen." Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur LebensqualitĂ€t der BĂŒrger, fĂŒr QualitĂ€t und Versorgungssicherheit. Reck: "In Zukunft wird dieses Engagement weiterhin maßgeblich sein, beispielsweise fĂŒr den Ausbau erneuerbarer Energien, beim Recycling und dem GewĂ€sserschutz fĂŒr eine sichere Trinkwasserversorgung."

FĂŒr das Engagement kommunaler Unternehmen fĂŒr den Klimaschutzgibt es zahlreiche Beispiele. So investieren die kommunalen Wasserversorger fĂŒr eine effektive und nachhaltige Wasserversorgung jĂ€hrlich rund zwei Milliarden Euro in den Erhalt und Ausbau ihrer Infrastruktur. Ver- und Entsorgungsgrad sind auf Spitzenniveau in Deutschland: So sind grĂ¶ĂŸere Wasserverluste und RohrbrĂŒche sehr selten und Abwasser wird fast flĂ€chendeckend mit dem höchsten EU-Standard gereinigt. Gerade in einem dicht besiedelten und hochindustrialisierten Land ist der Schutz der Trinkwasserressourcen eine zentrale Notwendigkeit zur Sicherung der Daseinsvorsorge.

Auch beim Recycling gibt es klare und messbare Erfolge fĂŒr den Klima- und Ressourcenschutz. In Deutschland werden 64 Prozent aller HaushaltsabfĂ€lle recycelt und kein Abfall landet mehr unvorbehandelt auf Deponien. Im Kyoto-Protokoll hatte Deutschland zugesagt, bis zum Jahr 2012 insgesamt 255 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente weniger pro Jahr in die AtmosphĂ€re abzugeben. Dazu trĂ€gt die Abfall- und Recyclingwirtschaft direkt und indirekt insgesamt etwa 20 Prozent bei. Das sind mehr als 50 Millionen Tonnen, wovon rund 40 Millionen Tonnen durch die Schließung der Deponien fĂŒr unbehandelte AbfĂ€lle zustande kommen - der alleinige Verdienst der Kommunen.

Bei der Energieerzeugung setzen kommunale Energieversorger auf leistungsfĂ€hige und effiziente Kraft-WĂ€rme-Kopplungsanlagen (KWK). UnabhĂ€ngig von der Art des eingesetzten Brennstoffs werden durch KWK in Deutschland Emissionen in einer GrĂ¶ĂŸenordnung von 41,7 bis 49,3 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr eingespart. Allein die bei den kommunalen Energieversorgern installierte KraftwerkskapazitĂ€t besteht aktuell zu 61 Prozent aus KWK-Anlagen. Durch sie haben die deutschen Stadtwerke 2009 rund 9,7 Millionen Tonnen CO2 eingespart.

Reck abschließend: "Kommunale Unternehmen orientieren sich nicht am grĂ¶ĂŸtmöglichen Gewinn, sondern am öffentlichen Wohl. Über das operative GeschĂ€ft hinaus fĂŒhlen sie sich fĂŒr ihr gesellschaftliches Umfeld verantwortlich und haben ökonomische, ökologische und soziale Ziele gemeinsam im Blick."

Quelle und Kontaktadresse:
Verband kommunaler Unternehmen e.V. (VKU), HauptgeschÀftsstelle Carsten Wagner, Leiter, Presse und Kommunikation Invalidenstr. 91, 10115 Berlin Telefon: (030) 58580-0, Telefax: (030) 58580-100

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