Pressemitteilung | (vnw) Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.
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VNW-Direktor: "Für ganz Deutschland eine „Wohnkrise“ auszurufen, entspricht nicht der Wirklichkeit"

(Hamburg) - Der Deutsche Mieterbund (DMB) beruft sich auf seinen „Mietenreport 2026“ und eine von ihm beauftragte Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa, nach der sich 29 Prozent der Mieterinnen und Mieter Sorgen machen, ihre Miete künftig nicht mehr bezahlen zu können. 58 Prozent der Beauftragten berichteten, ihre Wohnkosten (die neben der Miete auch die Nebenkosten beinhalten) seien in den letzten zwölf Monaten gestiegen.

Dazu erklärt Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW):

„Wer dringend eine neue Wohnung sucht, braucht in manchen Gegenden einen langen Atem. Ich kann verstehen, dass das Sorge bereiten kann. In Deutschland fehlen viele Wohnungen – aber nicht überall. Im Norden gibt es enge Wohnungsmärkte wie in Hamburg oder auf Sylt, es gibt aber auch weiterhin Regionen, in denen die Wohnung den Mieter oder die Mieterin sucht und nicht umgekehrt. So zum Beispiel in Vorpommern, Dithmarschen oder in Teilen Mittelholsteins. Selbst für die Hansestadt Rostock wird für die nächsten Jahre ein Bevölkerungsrückgang prognostiziert.

Für ganz Deutschland jetzt eine „Wohnkrise“ auszurufen, entspricht nicht der Wirklichkeit. Zudem sind diejenigen, die eine Wohnung haben – beispielsweise bei unseren Vermietern mit Werten – zufrieden, das zeigen Umfragen. Ausgerechnet im engen Wohnungsmarkt in Hamburg sind laut Studie des Senats 85 Prozent der Haushalte mit ihrer Wohnsituation eher oder sehr zufrieden.

Wir brauchen in den Ballungsräumen mehr Wohnraum und weniger Empörung und Hysterie. Wer bezahlbare Wohnungen will, muss verlässliche Rahmenbedingungen schaffen, die den Neubau fördern und beschleunigen.

Ein großes Problem sind die steigenden Nebenkosten. Heizung, Warmwasser, Müll, Abwasser, Versicherungen und Grundsteuer – die sogenannte zweite Miete steigt seit Jahren. In manchen Regionen ist diese sogar höher als die Nettokaltmiete. Doch in der politischen Diskussion werden Wohnungsmiete und Nebenkosten leider oft in einen Topf geworfen.

Es ist an der Zeit, ein ‚Nebenkostenbremse‘ einzuführen. Wer eine Mietpreisbremse fordert oder wie in Hamburg, Rostock oder Greifswald gesetzlich durchgesetzt, der darf bei den Nebenkosten nicht wegschauen.“

Quelle und Kontaktadresse:
(vnw) Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V., Oliver Schirg, Pressesprecher(in), Tangstedter Landstr. 83, 22415 Hamburg, Telefon: 040 520110

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