Wiederhergestellte Natur kommt allen zugute
(Berlin) - Der NABU blickt in seinem heute veröffentlichten Jahresbericht auf ein ereignisreiches 2025 zurück. Neben großen Erfolgen, wie dem Umsetzen von Fluss- und Moorrenaturierungen, gibt es aber auch negative Entwicklungen, die sich auf die Naturschutzarbeit auswirken.
„Sorgen macht uns der Widerstand gegen das EU-Gesetz zur Wiederherstellung der Natur“, so NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger. „Dabei verfolgt die Wiederherstellungsverordnung ein Anliegen, das allen zugutekommt – der Natur wie den Menschen, denn sie sichert unsere natürlichen Lebensgrundlagen und auch unsere wirtschaftliche Zukunft. Die letzten Wochen haben uns wieder sehr deutlich gezeigt, wie anfällig unsere Ökosysteme inzwischen sind. Rund 50 Prozent unserer Wirtschaftsleistung hängt direkt von der Natur ab, wie Studien zeigen. Die Wiederherstellung der Natur stärkt unmittelbar die regionale Wertschöpfung und sichert Landnutzenden stabile Ernten – etwa durch funktionsfähige Landschaftswasserhaushalte, gesunde Böden und stabile Wälder.“
Welch große Gewinne die Wiederherstellung von Natur bringen kann, zeigt beispielsweise Europas größte Flussrenaturierung an der Unteren Havel. Seit 20 Jahren verwandelt der NABU die begradigte Wasserstraße in ein stabiles Flussökosystem zurück. Heute leben wieder seltene Vögel, Pflanzen und Insekten in den renaturierten Abschnitten der Havel. Die wiederhergestellte Aue fungiert als Wasserspeicher, der Dürrezeiten abfedert und Hochwasserschutz bietet. Auch der Tourismus in der Region profitiert.
„Große Erfolge beobachte ich auch in den Moorgebieten, die wir zu neuem Leben erwecken – etwa im Ahlen-Falkenberger Moor in Niedersachsen“, so Krüger. „Die Wiedervernässung macht das Moor zu einem wichtigen Verbündeten für den Klimaschutz, denn intakte Moore binden riesige Mengen an Kohlenstoff. Ich freue mich, dass immer mehr Unternehmen in unseren NABU-Klimafonds investieren und so Moorrenaturierungen möglich machen. Das zeigt: Wir bewegen viel, wenn wir zusammen anpacken.“
Die Mitgliederentwicklung des Verbands ist weiterhin positiv. Der NABU und sein bayerischer Partner Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV) zählten zum 31. Dezember 2025 mehr als 893.000 Mitglieder und 87.390 Fördernde und sind in allen Bundesländern mit rund 2.000 Gruppen vor Ort im Einsatz. Die Einnahmen des NABU aus Mitgliedsbeiträgen sind um 1,8 Mio. Euro auf 37,6 Mio. Euro (Vorjahr 35,8 Mio. Euro) deutlich gestiegen. Dieser Anstieg resultiert aus einem Zuwachs von rund 20.000 Mitgliedern (ohne LBV) sowie aus einem gestiegenen durchschnittlichen Beitrag. Viele Mitglieder honorieren die erfolgreiche Naturschutzarbeit des NABU mit einem über dem Regelsatz liegenden Beitrag. Deutschlandweit waren 2025 mehr als 75.000 Ehrenamtliche für den Schutz von Natur und Klima aktiv.
Jahresbericht 2025 zum Download: www.NABU.de/jahresbericht
Quelle und Kontaktadresse:
Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU), Julian Bethke, Pressesprecher(in), Charitéstr. 3, 10117 Berlin, Telefon: 030 284 984-0
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