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Fachinformationen für die Veranstaltungsplanung

Neue Kongresshäuser rüsten sich für die Zukunft

Digitale, dezentrale Konferenzen sind die Zukunft, Präsenzveranstaltungen wie Tagungen und Kongresse haben ausgedient – gerade in Corona-Zeiten scheint diese These bestätigt. Doch es gibt andere Stimmen in der Branche: Messen und Kongresshäuser investieren derzeit kräftig in die Zukunft. Die Koelnmesse 3.0 steckt bis zum Jahr 2030 rund 700 Millionen Euro in die Modernisierung und Erweiterung ihres Geländes. Auch das CCH – Congress Center Hamburg macht sich fit für innovative Eventformate. Im Aachener Norden hat die Investorengruppe um „Das Liebig“ den Bedarf an einem modernen Veranstaltungsort erkannt und eröffnet ihre Location voraussichtlich Anfang nächsten Jahres in einem historischen Industriedenkmal. Und in Siegburg will im kommenden Frühjahr das neue Rhein Sieg Forum auf den steigenden Bedarf an Kongressräumen reagieren können.

(C) Verbändereport Ausgabe 8, Dezember 2020

 

Rhein Sieg Forum © Rhein Sieg Halle

Siegburg ist schon allein durch seine gute Erreichbarkeit ein attraktiver Tagungs- und Kongressstandort. Die Flughäfen Köln/Bonn und Düsseldorf sind nicht weit entfernt, der ICE-Bahnhof Siegburg/Bonn liegt quasi direkt im Zentrum und mehrere Autobahnen führen in die Kreisstadt des Rhein-Sieg-Kreises. Und mit der Rhein-Sieg-Halle in der Innenstadt hat Siegburg einen Ort für Tagungen und Kulturveranstaltungen. Es gibt nur ein Problem: Die Halle ist zu klein. Und die Nachfrage steigt. „Wir haben zahlreiche Anfragen für Veranstaltungen gehabt, die wir nicht bedienen konnten“, erläutert Frank Baake, Direktor der Rhein-Sieg-Halle. Im kommenden Frühjahr soll das Problem in Siegburg gelöst werden. Mit der Eröffnung eines Erweiterungsbaus soll die Halle einen neuen Komplex bilden, der zukünftig den Namen „Rhein Sieg Forum“ tragen wird.

Im vergangenen Jahr begann mit dem ersten Spatenstich der Erweiterungsbau der 2006 eröffneten Halle. Die Rhein-Sieg-Halle in ihrer bisherigen Form bietet mit ihrem Großen Saal und dem Foyer eine Gesamtausstellungsfläche von rund 1.500 Quadratmetern. Der Saal lässt sich unterteilen und bei Bedarf um einen Teil des Foyerbereichs vergrößern. Das neue Gebäude wird zusätzlich sechs Konferenzräume auf 400 Quadratmetern, ein um 550 Quadratmeter erweitertes Foyer und einen davon abtrennbaren kleinen Saal bieten. Ausgelegt sei das künftige Rhein Sieg Forum laut Baake für Kongresse mit 400 bis 500 Teilnehmern. Die weitläufigen Foyers im Erd- und Obergeschoss können dabei ergänzend als Pausen- und Cateringfläche genutzt werden.

Im November dieses Jahres wurde das Gerüst rund um das künftige Rhein Sieg Forum abgebaut. Zum Vorschein kam eine umrundende Glasfassade. Die mit Sonnenschutz und Wärmedämmung versehene Dreifachverglasung besteht aus über 220 Einzelelementen und umfasst eine Fläche von rund 750 Quadratmetern. Die Architektur des neuen Forums soll vor allem Offenheit ausstrahlen, wie Baake beschreibt: „Vorgabe war, ein hohes Maß an Transparenz zu schaffen.“ Viel Licht und Glas sind das Mittel dafür. Transparenz sei für den Direktor in diesem Fall ein Symbol für Niedrigschwelligkeit. „Das Haus ist auch eine Stadthalle für die Menschen in der Region. Es soll eine gewisse demokratische Erhabenheit ausstrahlen und den Menschen beim Betreten das Gefühl geben: Toll, dass ich jetzt hier bin“, so Baake. Spaßeshalber habe man daran gedacht, die Eingänge „Ausgänge“ zu nennen, damit die Menschen wissen: Sie verlassen jetzt den Alltag. „Ein Kongress ist für Teilnehmer nichts Alltägliches, eine Messe auch nicht, eine Kulturveranstaltung nicht und Karneval schon gar nicht“, beschreibt Baake. „Das soll sich nicht nur auf der Bühne widerspiegeln, sondern im ganzen Haus.“ Unterstreichen sollen diesen erhabenen Charakter kunstvolle großflächige Keramikensembles an den Wänden der neuen Tagungsräume. „Auf diese Weise wollen wir das Haus des 21. Jahrhunderts mit Siegburgs mittelalterlicher Keramiktradition verbinden. Das war ein Ansinnen, das wir von Anfang an verfolgt haben“, so Baake. „So können wir den Räumen eine Unverwechselbarkeit geben und zugleich einen Bezug zur Geschichte der Stadt herstellen.“
Für die Zukunft sieht der Direktor das Rhein Sieg Forum gut gerüstet. Ein Event-Team mit langjähriger Erfahrung bietet Veranstaltern umfassenden Service bei der Planung und Durchführung von Events, angefangen bei der Inszenierung über Technik bis hin zur Gastronomie. Auch die Umsetzung hybrider Tagungsformate ist in Siegburg kein Problem.  Befürchtungen, dass Präsenz-Kongresse überflüssig werden, weil nur digitale Treffen Zukunft hätten, hat der Direktor nicht. Im Gegenteil: Die Anfragen bestätigten, dass auch digitale Veranstaltungen größere Räume benötigen.

Das neue CCH – Congress Center Hamburg: multifunktional und flexibel

Die Freie und Hansestadt Hamburg trägt durchaus begründet ihren Ruf als weltoffene Stadt. In der lebendigen Hafenmetropole tummeln sich Touristen aus aller Welt. Mehr als 35.000 internationale Firmen und Konzerne haben ihren Sitz in der Stadt mit dem drittgrößten Containerhafen Europas. Und rund 100 diplomatische Vertretungen machen Hamburg nach New York zum zweitgrößten Konsularstandort der Welt.

Auch als Kongressmetropole genießt Hamburg internationales Renommée. Zahlreiche Weltkongresse und zukunftsweisende Leitveranstaltungen unterschiedlicher Branchen nutzen seit Jahrzehnten das 1973 eröffnete CCH – Congress Center Hamburg. Seit Januar 2017 wird das CCH umfassend modernisiert und umgebaut. Mit 12.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche, 12.000 Quadratmetern Foyerfläche und über 12.000 Sitzplätzen in bis zu 50 Sälen kann sich das CCH bei seiner für 2021 geplanten Eröffnung rühmen, zu einem der größten und modernsten Kongresszentren Europas zu zählen. Alle Flächen lassen sich individuell auf unterschiedliche Anforderungen ausrichten. Räume können verkleinert oder vergrößert, geteilt oder erweitert werden. Die Aufteilung auf verschiedene Gebäude- und Veranstaltungsebenen ermöglicht die parallele Durchführung von mehreren Veranstaltungen und Breakout-Sessions, inklusive der Einhaltung geltender Abstandsregelungen. Der denkmalgeschützte Saal 1 verfügt über 3.000 Plätze und ist damit Hamburgs größter festbestuhlter Saal. Das neue CCH setzt auf helle Räume durch tageslichthelle Architektur.
Auch technisch ist das Kongresszentrum auf dem neuesten Stand: Moderne Audio- und Video-Technik sowie kostenfreies WLAN im gesamten Haus ermöglichen neben klassischen Präsenzveranstaltungen nationale und internationale Fachkongresse mit mehreren Tausend Teilnehmern auch als Hybrid-Meeting, bei dem Teilnehmer in aller Welt unmittelbar das Geschehen vor Ort verfolgen können. Somit sieht sich die Hamburg Messe und Congress GmbH als Betreiber des CCH bestens aufgestellt für verschiedene Eventformate, von Medizinkongressen und wissenschaftlichen Verbandstagungen über Hauptversammlungen von DAX-Unternehmen und Firmenpräsentationen bis zu spektakulären kulturellen und gesellschaftlichen Ereignissen. Als bedeutender Wissenschaftsstandort mit Forschungsinstituten und Unternehmen der Gesundheitswirtschaft hat Hamburg mit dem neuen CCH nun eine moderne Bühne für nationale und internationale medizinische Kongresse, bei denen Vertreter aus Wissenschaft und Wirtschaft zusammenkommen, um ihre neuesten Ergebnisse zu präsentieren, aktuelle Themen zu diskutieren und Kontakte zu knüpfen.

„Innovation und Erfahrung in einem? Das ist kein Widerspruch. Wir verfügen über 45 Jahre Know-how in der Planung von Kongressen, Veranstaltungen und Events“, sagt Heike Mahmoud, Chief Operating Officer des CCH – Congress Center Hamburg. „Als größter und einzigartiger Veranstaltungsort in Hamburg ermöglichen das neue CCH und unser professionelles Team Veranstaltungen jeder Art und nahezu jeder Größe“, verspricht Mahmoud.

Auch beim Catering setzt das Kongresszentrum auf Erfahrung: Mit Käfer hat das CCH eines der weltweit führenden Catering- und Gastronomieunternehmen für Kongresse, Messen und Events als Partner. „Innovatives, gesundes und auf die Ansprüche der Kunden ausgerichtetes Catering ist in der Event- und Kongressbranche heute wichtiger denn je“, so Mahmoud. Das Projektteam des Caterers legt Wert auf regionale, saisonale, frische sowie qualitativ hochwertige Produkte und ist offen für innovative und kreative Zubereitung wie beispielsweise Front Cooking direkt am Stand oder in einer Cocktailbar.
Für Pausen bietet sich ein Spaziergang im Park Planten un Blomen in unmittelbarer Nähe an. Der Park, der in diesem Jahr seinen 200. Geburtstag feiert, befindet sich auf einem Teilgebiet der ehemaligen Hamburger Wallanlagen und wartet auf mit verschiedenen Schaugärten, zahlreichen Skulpturen und Pflanzen.

Nachhaltigkeit im Fokus

Bei aller Modernisierung und Veränderung: Die verkehrsgünstige Lage des CCH – Congress Center Hamburg bleibt, wie sie war. Der InterCity-Bahnhof Dammtor sowie weitere Stationen des öffentlichen Nahverkehrs befinden sich in einem Umkreis von 100 bis 500 Metern. Alle Stadtteile Hamburgs sind vom CCH aus per Bus und Bahn erreichbar. Das weitverzweigte S- und U-Bahn-Netz wird von einem noch engeren Netz mit Metro- und Schnellbuslinien unterstützt. Nicht zuletzt durch diese verkehrsgünstige Lage leistet das CCH einen Beitrag für die Nachhaltigkeit und somit die Umwelt. Auch bei der Planung und Realisierung des barrierefreien neuen Congress Center in Hamburg wurde auf die Nachhaltigkeit großen Wert gelegt. Angestrebt werde laut Betreiber eine Zertifizierung in Gold durch die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB).

Das Liebig in Aachen – moderne Veranstaltungstechnik im historischen Ambiente
In Aachen fehlt ein stylisher Ort für Veranstaltungen wie Konferenzen, Feiern und kulturelle Erlebnisse – das jedenfalls dachte sich Susanne Nagel, Geschäftsführerin der Veranstaltungsorganisation Veventis, die deshalb gemeinsam mit Partnern eine neue Veranstaltungslocation in Aachen auf dem alten Schlachthof-Gelände im Aachener Norden ins Leben ruft. Anfang 2021 soll „Das Liebig“, so der Name, eröffnet werden. Benannt ist die Location nach der namensgebenden Adresse, der Liebigstraße, die wiederum an den Chemiker Justus von Liebig erinnert. Im Haus selbst wird dieses Motiv beibehalten: Zunächst kurios erscheinende Raumbezeichnungen wie „C“, „Au“ oder„Cu“ ergeben in diesem Zusammenhang plötzlich Sinn – hinter diesen Buchstaben stecken die chemischen Elemente Kohlenstoff, Gold und Kupfer.

„In Aachen fehlt eine charmante und flexible Alternative, um eine Messe, Tagung oder Unternehmensveranstaltung durchzuführen. Das Konzept der Betreiber ist ein wesentlicher Baustein, um den Aachener Norden weiterzuentwickeln. Wir sehen hier viele spannende Möglichkeiten und freuen uns, dem schönen alten Gebäude mit Fingerspitzengfühl neues Leben zu verleihen“, erläutert Michael Tobias, einer der Investoren auf dem Gesamtareal im Aachner Norden. Nach der Eröffnung stehen im Liebig sechs Veranstaltungsräume, mehrere Meetingräume und ein großzügiger Außenbereich zur Verfügung. Um ein flexibles Angebot für unterschiedliche Eventformate machen zu können, bieten die Betreiber ein wandelbares Raumkonzept.

Das Liebig entsteht in einem Industriedenkmal. Im Stil der Neorenaissance baute die Stadt Aachen Ende des 19. Jahrhunderts auf dem großräumigen Areal im Nordviertel der Stadt einen Gebäudekomplex, heute bekannt als Alter Schlachthof Aachen. Seit 2013 stehen diese Gebäude unter Denkmalschutz. Die historische Kälbermarkthalle auf diesem Gelände war zwei Jahrzehnte unter dem Namen Starfish Anziehungspunkt für Aachens Nachtschwärmer. Komplett entkernt und mit neuem Raumkonzept auf über 1.800 Quadratmetern soll die Kälbermarkthalle zukünftig als Veranstaltungs- und Konferenzzentrum integraler Bestandteil des neuen Areals werden. „Flexibel einsetzbare Räume im historischen Fabrik-Ambiente sind genau das, was ich mir seit Jahren für meine Kunden in Aachen und darüber hinaus gewünscht habe. Ich freue mich auf erfolgreiche Konferenzen, rauschende Feste und auf viele ungewöhnliche Veranstaltungsideen, die hier einen außergewöhnlichen Ort finden werden“, beschreibt Liebig-Geschäftsführerin Susanne Nagel das Konzept der neuen Location. Der Leitgedanke des Projekts: „Das Liebig, ein wandelbarer Raum für Fantasie und Verstand.“ So soll „Das Liebig“ nach seiner Eröffnung eine Marktlücke füllen und „großartige Räumlichkeiten mit historischem Charme und moderner Technik vereinen“.

Für die Anforderungen der Corona-Zeiten sehen sich die Investoren gut gerüstet: So soll beispielsweise eine neue leistungsstarke Lüftungsanlage mit Ionenfilter für virenfreie Frischluft sorgen. Und dank moderner technischer Ausstattung inklusive schneller Internetverbindung werden auch Hybridveranstaltungen oder Liveübertragungen von Konzerten möglich.

Die Koelnmesse 3.0 bereitet sich auf die Zukunft vor

Mit einem Maßnahmenplan unter dem Titel „Koelnmesse 3.0“ will sich die Koelnmesse zukunftssicher machen. Im Rahmen dieses Plans sind bis zum Jahr 2030 Investitionen von rund 700 Millionen Euro in das Gelände und in das Messeprogramm geplant. Ziel ist dabei nach Aussage des Betreibers, der Koelnmesse GmbH, die Infrastruktur auf die Anforderungen des Messegeschäfts in den kommenden Jahren auszurichten. Mit der Investition hofft der Betreiber nicht nur den Messestandort zu stärken, sondern die gesamte Region im Herzen des Rheinlands. Eine wichtige strategische Säule sei dabei die Digitalisierung der Infrastruktur und der Prozesse. Dabei stehe nicht das Flächenwachstum im Vordergrund, sondern die Qualifizierung der vorhandenen Flächen, die Optimierung der Flexibilität des Messegeländes sowie die stärkere Verbindung von Messe und Kongress als zukunftsfähiges Geschäftsmodell.
Die ersten Maßnahmen umfassten eine Bestandssanierung der Südhallen sowie der Hallen 10 und 11. Mit der Fertigstellung des Messeparkhauses Zoobrücke 2018 erweiterte der Standort nicht nur seine Parkkapazitäten bei Veranstaltungen, sondern stellt auf diese Weise außerhalb von Messezeiten etwa 3.200 P+R-Parkplätze der Öffentlichkeit zur Verfügung, die so den nahe gelegenen Nahverkehr nutzen kann. Auch die Digitalisierung auf dem Messegelände schreitet voran: Mit der Installation des neuen digitalen Leit- und Kommunikationssystems Digital Signage im Nordbereich der Koelnmesse begann 2018 der sukzessive Ausbau des messeinternen Netzwerks. Das System ermöglicht Orientierungs- und Informations-Management in Echtzeit.

Die Grundsteinlegung für die neue Halle 1

im Januar vergangenen Jahres war zugleich Startschuss für die erste Neubaumaßnahme. Die neue Halle bietet rund 10.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche und kann mit anderen Messehallen variabel verbunden werden. Hinzukommen sollen noch das neue Terminal als zentraler Mittelpunkt des Südgeländes mit Restaurants, Geschäften, Ruhezonen und Präsentationsräumen sowie die multifunktionale Eventlocation Confex, mit der die Koelnmesse ihre Kongresskapazität um weitere 5.500 Teilnehmer erhöht. Im Zusammenspiel sollen die drei neuen Gebäude laut Betreiber ihre Stärke entfalten und Kombinationen von Messe, Kongress und Event ermöglichen.

Die Koelnmesse organisiert und betreut jährlich rund 80 internationale Messen, Ausstellungen, Gastveranstaltungen und Special Events. Wesentliche Kompetenzfelder der Messe sind die Global Competence in Food and FoodTec mit Messen wie Anuga und ISM im Ernährungsbereich, die Global Competence in Furniture, Interiors and Design der Einrichtungsmessen beispielsweise mit imm cologne und ORGATEC sowie Digital Media, Entertainment und Mobility, das mit Veranstaltungen wie gamescom, photokina und DMEXCO Zukunfsthemen aufgreift.
Die Koelnmesse Ausstellungen GmbH vermarktet als Tochterunternehmen der Koelnmesse GmbH freie Hallenkapazitäten an Messeveranstalter, Unternehmen sowie Eventagenturen und betreut Gastveranstaltungen und Events aller Art. Nationale und internationale Messeveranstalter ohne eigenes Messegelände, Verbände und Einkaufsgenossenschaften nutzen das Kölner Messegelände zur Durchführung von Gastveranstaltungen und profitieren von den Vorzügen des Messeplatzes Köln. Darüber hinaus kümmert sich die Koelnmesse Ausstellungen GmbH um alle Kunden, die das flexible Messegelände für Events unterschiedlicher Art nutzen möchten – von Konzerten, Gala-Abenden oder Automobil-Präsentationen bis hin zu Händlertagungen, Roadshows oder Sportevents.
RheinMain CongressCenter Wiesbaden bietet zwei große Hallen
In Wiesbaden sind die Bauarbeiten bereits abgeschlossen: Aus zwei großen Hallen besteht das RheinMain CongressCenter Wiesbaden (RMCC) in der Wiesbadener Innenstadt, das im April 2018 seinen Betrieb aufnahm. Rund vier Jahre dauerte der Bau, dem ein Architekturwettbewerb voranging. Das Ergebnis ist ein Neubau, der sich nahtlos ins urbane Umfeld integriert. Mit seinen abgestuften Natursteinfassaden erinnert das Gebäude an die typische Architektur Wiesbadener Gründerzeitgebäude und fügt sich so ein in das Gebäude-Ensemble mit dem gegenüberliegenden Landesmuseum sowie dem Kurhaus und dem Staatstheater in der Nähe.

Der Hallenkomplex unterteilt sich in die Hallen Nord und Süd. Die Halle Nord bietet etwa 4.600 Quadratmeter Nutzfläche und verfügt über eine ausfahrbare Teleskoptribüne mit rund 3.000 gestuften Sitzplätzen, die Gästen eine gute Sicht auf das Bühnenpodium ermöglichen. Alternativ ist auch eine ebenerdige Standardbestuhlung möglich. Die integrierte und höhenverstellbare Bühne umfasst rund 50 Quadratmeter und ist tragfähig genug, um beispielsweise mit Großfahrzeugen befahren werden zu können. Bei vollständiger Raumnutzung finden bis zu 5.000 Personen Platz. Die Halle lässt sich in drei Segmente aufteilen und so an unterschiedliche Anforderungen anpassen.

Die Halle Süd verfügt über rund 3.000 Quadratmeter Nutzfläche und bietet in bestuhlter Form Platz für bis zu 3.200 Kongressteilnehmer. Sie lässt sich für Kongresse mit kleineren Teilnehmerkreisen in vier Segmente teilen. Bodentiefe Fenster an der Frontseite versorgen die gesamte Halle mit Tageslicht, bei Bedarf können sie verschattet werden. Drei der vier Teilsegmente lassen sich durch Abtrennung des Tageslicht-Segmentes komplett verdunkeln.
Halle Nord und Halle Süd werden durch das tageslichthelle über 1.300 Quadratmeter große „Foyer Zentral“ miteinander verbunden. Für Kongresse können hier Registrierungs- und Garderobenbereich eingerichtet werden. Das Foyer Zentral bietet für Kongressteilnehmer Zugang zur angeschlossenen Parkgarage mit gut 800 Stellplätzen. Halle Süd verfügt darüber
hinaus über eigene Foyerbereiche mit separierten Ein- und Zugängen. Veranstaltungen sind somit in beiden Hallen getrennt voneinander möglich.

Zusätzlich zu den beiden Hallen steht ebenfalls ein tageslichtheller Terrassensaal mit einer Fläche von rund 2.400 Quadratmetern im Komplex zur Verfügung. Der Saal lässt sich mithilfe flexibler und schallisolierter Trennwände in fünf einzelne Säle aufteilen. Auf Wunsch lassen sich alle Fensterfronten verschatten. Angeschlossen an den Saal ist die über 500 Quadratmeter große Dachterrasse, die sich für Kongresspausen sowie Mittags- oder Abendbüfetts im Rahmen der Veranstaltung eignet. Die Terrasse bietet Kongressteilnehmern Ausblick auf eine der zahlreichen Grünanlagen Wiesbadens und auf das gegenüberliegende Museum. Der Terrassensaal verfügt ebenfalls über einen eigenen Foyerbereich.


Des Weiteren bietet der Gebäudekomplex über 40 Gruppenräume sowie unterschiedlich große Foren und Studios, die durch Trennwände flexibel miteinander kombinierbar sind. Alle Gruppenräume bieten Tageslicht durch bodentiefe Fensterflächen.
Zur Angebotspalette des RMCC gehören auch moderne Eventformate wie hybride Veranstaltungen. In vier unterschiedlichen Paketen bietet das Haus dafür Möglichkeiten von Streamings und Videokonferenzen mit unterschiedlicher Qualität und Ausstattung bis hin zu HD-Übertragungen mit drei Kameras und Bild- sowie Ton-Regie in Broad-
castqualität. Eine Internetverbindung mit 100 Mbit/s Bandbreite sorgt für eine Übertragung an bis zu 1.000 Clients. So sind Online-Veranstaltungen, Schulungen und interaktive Talkrunden möglich. Ein digitales Wegeleitsystem sorgt darüber hinaus im gesamten Komplex für Orientierung. Mithilfe eines Content-Management-Systems lassen sich die von den Veranstaltern gewünschten Informationen einspielen.

Auch ökologische Effizienz und Nachhaltigkeit stehen auf der Agenda des RMCC. Bereits drei Jahre vor Eröffnung zeichnete die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) das Haus mit dem Vorzertifikat in Platin aus. Seit Oktober 2018 trägt das RMCC die Auszeichnung des DGNB in Diamant für „herausragende gestalterische und baukulturelle Qualität“. Die Beheizung des RMCC erfolgt über temperierte Bodenflächen mittels einer Wärmepumpe, die Wärme aus dem Abwasser des Kanals nutzt. Zudem wird Strom über eine eigene Fotovoltaikanlage auf dem Dach der großen Halle Nord erzeugt.         (BL)