KI-Agenten stehen im deutschen Mittelstand noch am Anfang. Dort, wo jüngere Entscheider und wachstumsstarke Unternehmen vorangehen, zeigt sich bereits das Potenzial der nächsten KI-Welle. Das ist das Ergebnis einer neuen YouGov-Studie im Auftrag von Alibaba.com und dem Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland (bevh). Die Studie unter Eigentümern, Geschäftsinhabern und Entscheidern kleiner und mittlerer Unternehmen in Deutschland zeigt: Generative KI ist bereits in der Breite angekommen, fast zwei Drittel der befragten Unternehmen setzen entsprechende Tools zumindest gelegentlich ein. Agentic AI wird dagegen erst von rund einem Viertel (24 Prozent) der Befragten genutzt. Allerdings: Bei KMU mit zehn oder mehr Mitarbeitenden liegt der Anteil mit rund 45 Prozent bereits deutlich höher. Genau darin liegt die Chance: Wer KI-Agenten früh in operative Abläufe integriert, kann repetitive Aufgaben reduzieren, Entscheidungsprozesse beschleunigen und Teams spürbar entlasten.
„Viele kleine und mittlere Unternehmen nutzen KI heute bereits, aber häufig noch punktuell. Die nächste Stufe besteht darin, KI-Agenten stärker in konkrete Geschäftsprozesse zu integrieren“, sagt Patrick Sostmann, General Manager Alibaba.com Europe. „Gerade jüngere Entscheider zeigen, welches Potenzial darin steckt: KI-Agenten können Märkte analysieren, Produktchancen identifizieren, Lieferanten bewerten, Verhandlungen vorbereiten und operative Aufgaben entlang des Geschäftsalltags übernehmen.“ Die Studie zeigt zugleich, dass die Voraussetzungen für eine breitere Nutzung geschaffen werden müssen. Zu den wichtigsten Hürden zählen mangelndes Vertrauen in die Technologie, das rund ein Drittel (32 Prozent) der Befragten nennt, sowie ein noch nicht klar erkennbarer Business Case (31 Prozent). Hinzu kommen Datenschutz- und Compliance-Bedenken. Entscheidend wird daher sein, KI-Agenten nicht abstrakt zu erklären, sondern ihren Nutzen an konkreten Aufgaben sichtbar zu machen, von der Entlastung administrativer Prozesse über Daten- und Dokumentenarbeit bis hin zur Unterstützung bei komplexeren Geschäftsentscheidungen.
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