LandFrauen treiben Gleichstellung in der Landwirtschaft voran

„International Year of the Woman Farmer“: dlv fordert konkrete politische Veränderungen ein

2026 steht weltweit im Zeichen der Frauen in der Landwirtschaft: Die Vereinten Nationen haben das Jahr zum „International Year of the Woman Farmer“ erklärt. Der Deutsche LandFrauenverband e.V. (dlv) nimmt dies zum Anlass, um mit einem neuen Positionspapier auf bestehende Ungleichheiten hinzuweisen und konkrete politische Veränderungen einzufordern. Mit der aktuellen Förderperiode der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) wurde Gleichstellung erstmals als Ziel benannt. In der Praxis profitieren Frauen davon jedoch kaum. Der dlv fordert deshalb, Gendermainstreaming verbindlich in allen Phasen der GAP umzusetzen – von der Planung über die Vergabe bis zur Auswertung.

Dazu gehören geschlechterdifferenzierte Daten, der Abbau von Zugangshürden sowie ein verbindliches Gender-Tracking ab der Förderperiode 2028. Auch eine ausgewogene Beteiligung von Frauen in entscheidenden Gremien ist aus Sicht des Verbandes unerlässlich. Der dlv fordert zudem den bundesweiten Ausbau von Beratungs-, Coaching- und Förderprogrammen speziell für Frauen.  Studien zeigen: Frauengeführte Unternehmen arbeiten oft besonders nachhaltig und weisen ein geringeres Ausfallrisiko auf. Dennoch haben Frauen häufig schlechtere Chancen auf Finanzierung, etwa aufgrund geringeren Eigenkapitals oder kleinerer Betriebsstrukturen. Der dlv spricht sich für geschlechtersensible Bewertungsverfahren sowie begleitende Coachingangebote aus, die Finanzwissen stärken und Hemmnisse abbauen.


Weitere Information:

https://www.verbaende.com/news/pressemitteilung/landfrauen-treiben-gleichstellung-in-der-landwirtschaft-voran-170404/

Artikel TEILEN: