Die Kosten für Digitalisierung und IT-Sicherheit entwickeln sich für diakonische Unternehmen zunehmend zu einem großen wirtschaftlichen Risiko. Das zeigt eine Umfrage des Verbandes diakonischer Dienstgeber in Deutschland (VdDD). Beide Themen zählen derzeit neben steigenden Löhnen und Gehältern, Personalengpässen sowie bürokratischen Anforderungen zu den größten wirtschaftlichen Herausforderungen. Für 88 Prozent der befragten Unternehmen stellen die Ausgaben für Cybersicherheit ein „hohes“ bis „sehr hohes“ wirtschaftliches Risiko dar.
84 Prozent bewerten auch die Kosten der Digitalisierung entsprechend hoch. Ebenfalls stark belastend für die Unternehmen sind steigende Personalkosten und krankheitsbedingte Fehlzeiten (jeweils 83 Prozent). Auch aus Sicht des stellvertretenden VdDD-Vorstandsvorsitzenden, Dr. Simon Stark, ist die Lage strukturell problematisch: „Investitionen in IT-Sicherheit und Digitalisierung werden nicht ausreichend refinanziert. In vielen Vergütungssystemen werden vor allem Personalkosten berücksichtigt, nicht aber Sachkosten für Software, Infrastruktur oder Sicherheitsmaßnahmen.“ Hinzu kommt, dass freigemeinnützige Unternehmen aufgrund der knapp bemessenen und teils ohnehin unzureichenden Refinanzierung kaum Rücklagen für notwendige Investitionen bilden können. Zusätzlichen wirtschaftlichen Druck verursachen verspätete Zahlungen der Kostenträger.
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