VDE berechnet in einem neuen Papier die Schwierigkeiten der Branche im Jahr 2029

Elektrotechnik fehlen 30.000 Studienabschlüsse, um alle Renteneintritte auszugleichen

Bis zum Ende dieses Jahrzehnts werden über 30.000 mehr Elektroingenieure und -ingenieurinnen in Rente gehen als aus den Hochschulen nachkommen. Ein aktuelles Papier des VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V. prognostiziert, dass ab dem Jahr 2027 die jährliche Zahl der Verrentungen doppelt so hoch liegt wie die Zahl der Abschlüsse: Auf 13.100 Menschen, die den Arbeitsmarkt verlassen, kommen dann noch 6.523, die in ihr Berufsleben starten. Für das Papier mit dem Titel „Neuberechnung der Absolventinnen- und Absolventenzahlen sowie Schwundquoten“ wurden alle öffentlich verfügbaren Daten ausgewertet und die relevanten Parameter der Hochschulstatistik mit möglichst genauer Annäherung berechnet.

Die Zahlen zeigen allerdings auch: Lediglich rund die Hälfte der Studienanfängerinnen und -anfänger schließt ihr Studium auch ab. Die Schwundquote – also der Anteil der Studierenden, die ihr Studium abbrechen, lag um die Jahrtausendwende bei etwa einem Viertel, innerhalb einer Generation hat sie sich jedoch verdoppelt. Was bedeuten die Erkenntnisse des Papiers für die drei betroffenen Gruppen – Hochschulen, Studierende beziehungsweise Absolventen und Absolventinnen sowie die Arbeitgeber, für die diese einmal arbeiten wollen und sollen? Den Hochschulen raten die Autorin und die Autoren, zu denen auch der stellvertretende Vorsitzende des VDE Ausschusses „Studium, Beruf und Gesellschaft“, Thomas Hegger, zählt, in einem ersten Schritt besser zu erheben, wer wann und wieso das Studium abbricht.


Weitere Information:

https://www.verbaende.com/news/pressemitteilung/bis-2029-fehlen-in-der-elektrotechnik-30-000-studienabschluesse-um-renteneintritte-auszugleichen-172553/

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