BVMed: Expertinnen aus Medizin, Wissenschaft, Industrie und Selbstverwaltung kommen zusammen

FemTech-Veranstaltung plädiert für gendersensible und ganzheitliche Gesundheitsversorgung

Für eine gendersensible und ganzheitliche Gesundheitsversorgung braucht es mehr strukturierte und geschlechtsspezifische Daten aus dem Versorgungsalltag. Darüber waren sich die Expertinnen aus Medizin, Wissenschaft, Industrie und Selbstverwaltung auf einer gemeinsamen FemTech-Veranstaltung des Bundesverbandes Medizintechnologie (BVMed) und der Kanzlei Taylor Wessing am 22. Juni 2026 in Berlin einig. In Europa fehlten vielfach geschlechtsspezifische Daten und das werde am Ende in der Versorgung sichtbar.

Wie unterschiedlich sich Erkrankungen zeigen können, belegte sie an mehreren Beispielen: Frauen machen rund zwei Drittel der Demenzbetroffenen aus und dennoch wird die Diagnose häufig erst verspätet gestellt, Herzinfarkte äußerten sich bei Frauen anders als bei Männern, bei Autoimmunerkrankungen werde anhaltende Müdigkeit oft vorschnell den Hormonen zugeschrieben. KI könne geschlechtsspezifische Unterschiede sichtbar machen, allerdings nur, wenn die zugrunde liegenden Daten divers und qualitätsgesichert seien. Dass gute Lösungen bereits in der Entwicklung beginnen, betonten mehrere Teilnehmerinnen: Schon in der Produktentwicklung entscheide sich, wessen Bedürfnisse berücksichtigt würden, diverse Teams seien deshalb zentral.


Weitere Information:

https://www.verbaende.com/news/pressemitteilung/gendersensible-medizin-ganzheitlich-versorgen-chancen-nutzen-173112/

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